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Küchenkauf - zwei erfolglose Nachbesserungsversuche - finanzielle Entschädigung?


| 10.11.2008 16:20 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani



Wir haben in der 21. KW eine Küche in einem Küchenstudio beauftragt. Der vertraglich festgelegte Liefertermin war in der 30.KW.

In der 23. KW kommt ein Mitarbeiter des Küchenstudios und nimmt das Aufmaß. Es folgt eine detailierte Bestellbestätigung seitens des Küchenstudios und 50% des Kaufpreises werden von uns überwiesen.

Der konkrete Liefertermin wird in der 31. KW vorgeschlagen und wahr genommen. Bei diesem Termin kann die Nischenverkleidung (Winkelküche) an der Fensterseite nicht montiert werden, da diese falsch geliefert wurde (zu kurz) - was die Monteure leider erst vor Ort merkten. Die Einlegeböden für die Schubfächer fehlten gänzlich. Die Monteure sagten eine Nachlieferung in ca. 14 Tagen vorraus und wir zahlten (leider) die restlichen 50% der Küche - so dass diese in der 31. KW komplett bezahlt wurde.

Die 1. Nachlieferung verzögerte sich ganze 6 Wochen, da der Hersteller (Auskunft vom Küchenstudio) gerade Sommerferien hatte...

Der 1. Nachbesserungsversuch fand dann in der 37.KW statt, welcher wieder missglückte, da der Monteur sich vor Ort versägte (Aussparung für Rollband vom Rolladen) und dann noch feststellte, dass die Nischenverkleidung wie geplant nicht montiert werden kann, da der Fenstervorsprung zu gering ist, so dass die Nischenverkleidung (1,5cm dick) breiter als der Fensterbrettvorsprung ist. Dieses Maß war in dem Aufmaßbericht aus der 23.KW vermerkt - es handelt sich also um einen Planungsfehler.
Beim herausziehen der versägten Nischenverkleidung zerkratzt der Monteur die Arbeitsplatte.

Am selben Abend kontaktieren wir die Geschäftsleitung und fragen wie es nun weitergeht und wie das Problem behoben wird. Man kennt den Vorfall nicht und bittet um eine Email mit Details/Bildern, woraufhin man sich sofort melden möchte. Diese Meldung erfolgt nicht.
Am nächsten Tag versuchen wir wieder die Geschäftsleitung zu kontaktieren, erfolglos- da diese ausser Haus ist. Wir sprechen mit dem Küchenverkäufer welcher uns mitteilt, dass der Vorfall vom Kundendienst bearbeitet wird, er wüsste aber keine Details, aber wir könnten ja froh sein, dass sich jetzt jemand kümmert....

Am nächsten Tag erfahren wir, dass das Küchenstudio sich nun das Dekor der Nischenverkleidung liefern lassen muss, es dann zum Tischler bringt, der es auf dünnere Holzplatten aufbringt, damit die Nischenverkleidung nicht dicker als der Fenstervorsprung ist. Man spricht von einer erneuten Lieferzeit von 4-5 Wochen.

In der 41. KW fragen wir erneut beim Küchenstudio nach, da wir von dort nichts hören und die 4-5 Wochen um sind... man teilt uns mit, dass es leider noch keinen konkreten Termin gibt, man sich aber bemüht und sich dann meldet.

Wir senden dem Küchenstudio 10 Wochen nach dem eigentlichen Liefertermin ein Einschreiben mit einer Fristsetzung bis zum 07.11.2008, zu welchem die Küche komplett fertiggestellt werden soll.

Am 06.11.2008 meldet sich das Küchenstudio, dass es leider noch keinen Termin gäbe, man sich aber weiterhin bemüht...

Wir telefonieren also erneut mit dem Geschäftsführer - 14 Wochen nach dem Liefertermin - und sagen ihm, da ja nun der 2. Nachbesserungsversuch (Fristsetzung) verstrichen ist, möchten wir Schadensersatz oder Preisnachlass. Wir sind darüber informiert, dass wir im Fall einer Schadensersatzzahlung keinen Anspruch auf Nachbesserung haben.
Das Küchenstudio verneint rigeros und sagt es gibt keinerlei Anspruch auf Schadensersatz oder Preisnachlass, sie melden sich wenn sie Neuigkeiten haben.
Man muss dazu noch anmerken, dass während den ganzen Telefonaten mit dem Kundendienst immer wieder gesagt wurde, man kann sich nach erfolgreicher Abwicklung mit dem Geschäftsführer zwecks Preisnachlass zusammensetzen - dies jedoch immer erst nach erfolgreicher Montage und Behebung der Fehler - dies sei "Philosophie des Hauses" ;) Nach eigener Recherche wissen wir, dass nach erfolgreicher Instandsetzung keinerlei Anspruch auf Preisnachlass besteht - und das rigerose Verneinen des Geschäftsführers zeigt uns auch nur, dass dies wieder eine "Hinhaltemethode" des Hauses ist.

Heute kam eine Mail vom Küchenstudio, dass sie das Dekor nun wohl diese Woche erhalten und sie es dann zum Tischler bringen - sie melden sich wenn sie wieder was neues wisse - wieder kein konkreter Termin.

Haben wir rechtlich eine Chance auf Schadensersatz zu bestehen und auf die Nachbesserung zu verzichten oder muss man dem Küchenstudio nun endlos Zeit geben den Fehler zu beheben? Sind 14 Wochen nach der Erstmontage nicht kulant genug?

Zählt der verstrichene Nachbesserungstermin (Fristsetzung per Einschreiben), als erfolgloser Nachbesserungsversuch?


Danke!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Ihnen stehen grundsätzlich mehrere Möglichkeiten offen: Sie können Nacherfüllung verlangen, die Mängel selbst unter Ersatz der notwendigen Aufwendungen beseitigen, vom Vertrag zurück treten oder die Vergütung mindern oder ggf. Schadenersatz verlangen. Einer erneuten Fristsetzung bedarf es nicht mehr, da Sie diesem Erfordernis aufgrund des Einschreibens bereits genüge getan haben. Sollten Sie von dem Vertrag zurück treten oder Schadenersatz geltend machen wollen, so bedürfte es einer Fristsetzung im übrigen auch dann nicht, wenn die Nacherfüllung fehlgeschlagen oder Ihnen unzumutbar ist.

Ich empfehle Ihnen je nach gewünschter Vorgehensweise ggf. einen Anwalt mit der weiteren Abwicklung zu mandatieren. Im übrigen hoffe ich, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion. Sollten Sie darüber hinaus auch eine Interessenvertretung wünschen, so empfehle ich eine Kontaktaufnahme per Mail.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021
Bewertung des Fragestellers 10.11.2008 | 19:35


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