Kreditvertrag: Kreditgeber GmbH, Kreditnehmer alleinige Gesellschafterin
15.05.2011 16:21 |
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Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht
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Rechtsanwalt Jan Wilking
Die alleinige Gesellschafterin und Geschäftsführerin einer GmbH verkaufte diese im laufenden Betrieb an einen Interessenten.
Der Kaufvertrag beinhaltete auch die Übernahme eines Gesellschafterkredites durch den Käufer.
Im Kaufvertrag heißt es:
"Der Käufer übernimmt Gesellschafterdarlehen der Verkäuferin von
insgesamt 43.719,00 Euro sowie den in der Bilanz 2009 ausgewiesenen
Gewinnvortrag von insgesamt Euro 121.835,30.
Die Verkäuferin tritt ihren Darlehensanspruch gegen die Gesellschaft an
den dies annehmenden Käufer mit Wirkung des Bedingungseintritts
gem. Ziffer 2a ab."
Der Käufer verlangt jetzt die Zusendung des Kreditvertrags und möchte im Fall der Nichtzusendung den Kredit fällig stellen.
Es existiert aber kein schriftlicher Kreditvertrag, sondern die Bedingungen wurden mündlich im Rahmen der Gesellschafterversammlung besprochen und mit dem Steuerberater vereinbart. Der Kredit läuft auf unbestimmte Zeit und wird mit 6% verzinst. Es wurden regelmäßig Tilgungszahlungen verbucht, über die auch 2 oder 3 schriftliche Gesellschafterbeschlüsse existieren.
In den jährlichen Bilanzbesprechungen wurde der jeweilige Rückzahlungsbetrag mit dem Steuerberater vereinbart.
Nun meine Fragen:
War es zulässig, den Kreditvertrag mündlich abzuschließen?
War es zulässig, den Kreditvertrag auf unbestimmte Laufzeit abzuschließen?
Ist der Käufer aufgrund der mündlichen Vertragsform berechtigt, den Kredit fällig zu stellen?
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