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Kredit - Grundschuld Ablösesumme


26.12.2009 18:06 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Fachanwalt für Familienrecht Hans-Georg Schiessl


| in unter 2 Stunden

Wir haben auf unser vor fünf Jahren gekauften EInfamilienhaus eine Grundschuld eintragen lassen.
Wir verstehen uns mit den Bankangestellten alles andere als gut. Als mein Mann letztens in die Bank kam und Geld abholen wollte (wir hatten eine Pfändung auf dem Konto), wurde er nur grinsens bedient und in extremer Lautstärke wurde ihm verkündet, dass das Konto doch leider gepfändet sei. Als er fragte wieso kam dann der Satz: "Das müssen Sie doch selber wissen oder haben Sie schon Gedächtnisschwierigkeiten, hahahahahahaaaa...."
Da wir schon länger belächelt werden und wir manchmal das Gefühl haben, dass Interner über unsere Wirtschaftsverhältnisse von der Bank nach aussen gelangen (wir können es nur leider nicht nachweisen), möchten wir gerne mit Kredit und Grundschuld zu einer anderen Bank wechseln.

Nun möchte ich gerne wissen, ob das Problemlos geht. Wir haben die Kreditrate extra hoch gesetzt, da wir beide arbeiten und die Schulden schnellstmöglich los sein möchten. Wir zahlen jeden Monat 1700 Euro ab und auch pünktlich, denn das Geld wird direkt eingezogen.
Kann unsere Hausbank uns noch diverse Steine in den Weg legen, oder können wir problemlos mit zahlen der "Ablösesumme" zu einer anderen Bank welchseln? Ausserdem wüsste ich gerne, ob es Probleme geben wird eine andere Bank zu finden?

Danke sehr für die Beantwortung unserer Fragen!
26.12.2009 | 18:46

Antwort

von

Rechtsanwalt Fachanwalt für Familienrecht Hans-Georg Schiessl
151 Bewertungen
Sehr geehrte Ratsuchende,

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts nehme ich zu Ihrem Problem Stellung wie folgt:

Ob Sie Ihren Kredit umschulden können hängt zunächst von Ihrem Kreditvertrag ab. Grundsätzlich werden Kreditverträge, die der Finanzierung von Immobilien dienen (sog. Realkredite) mit einer bestimmten festen Laufzeit geschlossen. Dies können 5 oder 10 Jahre sein. Sie geben nun an, das Haus vor 5 Jahren erworben (und somit wohl auch finanziert zu haben). Bei einer festen Laufzeit von 5 Jahren könnten Sie dann problemlos bei einer anderen Bank weiter finanzieren. In diesem Fall würde sich Ihre neue Bank auch um alles weitere kümmern, wie etwa die Überleitung der Grundsicherheiten und die Ablösung der verbleibenden Darlehensschuld.

Bei einer längeren Laufzeit, etwa 10 Jahre, sind Sie grundsätzlich an Ihren Darlehensvertrag mit Ihrer gegenwärtigen Bank gebunden.

Es besteht jedoch nach der Rechtsprechung des BGH in zwei Fällen die Möglichkeit den Darlehensvertrag aufzulösen, nämlich bei Veräußerung des finanzierten Anwesens oder be der Zusammenfassung mehrerer Darlehen.

In diesen Fällen hat die Bank jedoch das Recht Ihnen ein sogenanntes Vorfälligkeitsentgelt in Rechnung zu stellen. Ein solches Vorfälligkeitsentgelt ersetzt der Bank den Schaden (Bsp.: entgangene Zinsen,...) den sie durch die vorzeitige Darlehensrückführung erlitten hat.

Über diese vom BGH genannten Möglichkeiten haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit den Darlehensvertrag mit Ihrer gegenwärtigen Bank einvernehmlich aufzuheben. Sie haben jedoch keinen Rechtsanspruch darauf, sondern es steht im Belieben der Bank Sie zu entlassen.

Auch hier wird die Bank ein Vorfälligkeitsentgelt verlangen, anders jedoch als bei den oben genannten beiden Fallgruppen ist die Bank bei der Berechnung dieses Vorfälligkeitsentgeltes nicht an die Berechnungsvorgaben des BGH gebunden, sondern darf, bis zur Grenze der Sittenwidrigkeit ein Vorfälligkeitsentgelt abverlangen. Gerade bei einer langen Restlaufzeit und bei gesunkenen Zinsen kann dies einen erhblichen Zahlbetrag bedeuten.

Bitte überlegen Sie daher gut, ob Sie ein laufendes Darlehen durch eine andere Bank ablösen lassen wollen.

Wie ich aus der Sachverhaltsschilderung entnehmen kann, sind haben Sie Probleme mit dem ungebührlichen Verhalten von Schalterangestellten. Als "kleine Lösung" ist daher vielleicht zu überlegen, Ihre Girokonten auf ein konkurrierendes Kreditinstitut zu verlegen. Das Immobiliendarlehen können Sie auch "von dort" aus problemlos bedienen. Sie gehen den unliebsamen Angestellten Ihrer (vormaligen) Hausbank damit aus dem Wege und können dann, nach Ablauf der Laufzeit des Immobiliendarlehens umfinanzieren und somit die letzte Verbindung damit lösen.

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen komplett anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, so steht Ihnen die Nachfragefunktion hierzu zur Verfügung.

Sollten Sie eine weitergehende Betreuung wünschen, so steht Ihnen meine Kanzei hierfür gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt




Nachfrage vom Fragesteller 26.12.2009 | 22:34

Danke für Ihre Antwort. Das Sie nur zu unserer Schilderung Stellung nehmen können und somit Ihre rechtliche Beratung nur auf das von uns Geschilderte zutrifft, wissen wir.

Das mit dem Girokonto ist theoretisch eine gute Idee, jedoch sagte man uns, dass unser beider Gehalt auf das Konto gehen muss von soll von dem auch die Kreditraten abgebucht werden. Das wäre eine Sicherheit.

Kann das stimmen oder ist es uns selbst überlassen -hauptsache wir bedienen die Raten...?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.12.2009 | 11:20

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Denkbar ist, dass ein Teil der Besicherung des Darlehensvertrages eine Lohn- und Gehaltsabtretung darstellt. Diese Sicherheiten können Sie dann nicht einfach abziehen. Ob eine solche Sicherheit besteht, muss sich jedoch aus den Unterlagen (Darlehensvertrag, Grundschuldbestellungsurkunde) ergeben.

Natürlich sehen die Banken es nicht gern, wenn die Bank gewechselt wird. Soweit sich jedoch an den vereinbarten Sicherheiten nichts ändert, die Bank pünktlich ihre Darlehensraten bekommt, wird die Bank es wohl hinnehmen müssen, dass Sie Ihrer Unzufriedenheit durch (teilweisen) Wechsel der Bank zum Ausdruck bringen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe


Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Fachanwalt für Familienrecht Hans-Georg Schiessl
Regensburg

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