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Krankheit/Kündigung


| 24.12.2014 19:06 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Meine Tochter arbeitet in der Personalabteilung eines Betriebes.
Sie ist seit 9 Monaten mit voller Stelle unbefristet beschäftigt, das Haus hat über 100 Mitarbeiter und einen Personalrat. Gestern wurde bei ihr multiple Sklerose festgestellt.
Ihre Chefin übt seit drei Monaten psychischen Druck auf sie aus um sie loszuwerden, das sie sich um eine andere Stelle bewerben solle. Die Chefin weis derzeit noch nichts von der Krankheit und hatte gestern meine Tochter hinter verschlossener Tür erneut verbal angegriffen, diffamiert und beleidigt.
Morgens erfuhr meine Tochter von ihrer Krankheit und während des Arbeitstages wurde sie zweimal von dieser Frau im Hotel fertiggemacht, abends hatte sie geheult!
Da sie während der letzten 4 Jahre studierte, hat sie derzeit keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld und Versicherungsschutz über das Arbeitsamt und will auch nicht selber kündigen um nicht durch das soziale Netz zu fallen.
Was würden Sie ihr raten?
- sich dauerhaft krankschreiben lassen, - oder
-weiterarbeiten unter dem psychischen Druck und der Krankheit?
Was sollte meine Tochter tun ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das ist tut mir leid , dass die Tochter so eine Hiobsbotschaft vor Weihnachten erfahren muss.

Wenn Ihre Tochter zu mir in die Kanzlei käme würde ich ihr das folgende raten:

Sie soll auf keinen Fall die Krankheit dem Arbeitgeber mitteilen.


Zunächst soll sie sich krank schreiben lassen, wegen der enormem psychischen Belastung unter der sie derzeit steht.

Sie kann unmöglich in diesem Zustand in die Arbeit.

Sie kann hier durchaus ein paar Wochen krankgeschrieben sein .

Sie bekommt dann 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und danach Krankengeld.

Gleichzeitig soll sie beim Versorgungsamt einen Antrag auf einen Grad der Behinderung stellen.

Hat sie einen Grad der Behinderung von 50 oder wenigstens 30 mit einer Gleichstellung, so hat sie verschiedene Rechte .

Sie bekommt mehr Urlaub, und der Arbeitgeber muss ihr gegebenenfalls einen sog. leidensgerechten Arbeitsplatz zuweisen.


Sie hat auch den besonderen Kündigungschutz, wonach man ihr nur mit Zustimmung des Integrationsamts kündigen kann.



Dazu muss ein Antrag auf Gleichstellung oder Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft gestellt worden sein. Dies muss mindestens 3 Wochen vor Zugang der Kündigungserklärung erfolgt sein.

Wird ihr die Schwerbehinderteneigenschaft nicht zuerkannt muss sie gegen eine ablehnende Entscheidung Widerspruch einlegen und klagen.


Sobald sie den Bescheid hat muss sie ihn dem Arbeitgeber vorlegen .


Wird sie dennoch gekündigt ist es zwingend erforderlich , spätestens drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung eine Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht zu erheben .

Wird diese Frist versäumt, so wird auch eine rechtswidrige Kündigung durch Zeitablauf rechtmäßig .

Ihre Tochter soll sich nicht einschüchtern lassen und keinesfalls einen Aufhebungsvertrag unterschreiben.


Ich wünsche Ihrer Tochter alles Gute





Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen



Claudia Schiessl
Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht
Bewertung des Fragestellers 25.12.2014 | 10:04


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"Meine Tochter bedankt sich für die Antwort und will beim nächsten Fehlverhalten der Personalchefin sich krankmelden."
Stellungnahme vom Anwalt:
Ihrer Tochter alles Liebe und Gute!
FRAGESTELLER 25.12.2014 5/5.0
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