Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.814
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Krankenkasse zahlt Behandlung überraschen micht mehr


26.07.2017 20:54 |
Preis: 55,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin privat bei der HUK24 krankenversichert.
Auf Grund einer hohen Schwermetallbelastung (u.a. Arsen und Quecksilber) begann ich eine Ausleitungstherapie. Es ist Weißer Hautkrebs bei mir diagnostiziert worden, der Anfang des Jahres operativ entfernt wurde. Weißer Hautkrebs steht im Bezug zu erhöhten Arsenwerten im Körper, sagt meine Hautärztin.
Alle Rechnungen mit Bezug zum Hautkrebs wurden bezahlt. Auch die erste Rechnung meiner Hausärztin zur Ausleitungstherapie hat meine Krankenkasse kommentarlos bezahlt. Ebenso alle Blut- und Laboruntersuchungen zur Ausleitungstherapie.

Zur zweiten Rechnung zur Ausleitungstherapie, zieht die Krankenkasse auf einmal wird ein Gutachter hinzu und lehnt die Erstattung der Rechnung ab. Weitere Behandlungen sind bereits erfolgt und fanden vor dieser Ablehnung statt.
Frage 1:
Kann ich, unabhängig vom medizinischen Sachverhalt verlangen, dass die Krankenkasse zumindest alle Kosten übernimmt, die bis zu den Tag entstanden sind, an dem mir die Ablehnung der Kostenübernahme bekannt wurde?
Muss ich innerhalb von vier Wochen Klage beim Sozialgericht einreichen oder wahre ich die Frist auch, wenn ich der Ablehnung widerspreche?

Frage 2:
Im Gutachten ist auf den Hautkrebs nicht eingegangen worden, vielleicht da er von einer anderen Ärztin diagnostiziert und behandelt wurde. Die Ausleitungstherapie ist unter anderem dafür gedacht, einen weiteren Ausbruch zu verhindern. Hat ein Vorgehen gegen das Gutachten Sinn?
26.07.2017 | 22:14

Antwort

von


209 Bewertungen
Johannes-Meyer-Str. 11
49808 Lingen
Tel: 0591 12079427
Web: www.versicherungsrecht-meyer.com
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass Sie tatsächlich eine Krankenvollversicherung bei einer privaten Versicherungsgesellschaft unterhalten und nicht gesetzlich krankenversichert sind.

Trifft dies zu, ist nicht das Sozialgericht, sondern ein Zivilgericht für Ihren Fall zuständig. Sie hätten bis auf die dreijährige Verjährungsfrist zudem keine Fristen zu beachten. Sie haben also weder Widerspruch noch Klage innerhalb von vier Wochen einzulegen. Gerne können Sie in der Nachfrage nochmals darauf eingehen, welcher Versicherungsschutz nun tatsächlich besteht.

Zu Ihren übrigen Fragen:

1)
Kann ich, unabhängig vom medizinischen Sachverhalt verlangen, dass die Krankenkasse zumindest alle Kosten übernimmt, die bis zu den Tag entstanden sind, an dem mir die Ablehnung der Kostenübernahme bekannt wurde?

Grundsätzlich können Sie nur die Zahlung derjenigen Leistungen beanspruchen, auf die Sie nach den Versicherungsbedingungen Anspruch haben. Sollte eine Prüfung daher ergeben, dass der Anspruch tatsächlich nicht besteht, können Sie auch keine Kostenerstattung verlangen. Hiervon sind auch diejenigen Kosten betroffen, die in der Zeit bis zur erstmaligen Kostenablehnung entstanden sind. Etwas anderes könnte nur dann gelten, wenn eine tatsächliche Zusage bezüglich der Kostenübernahme vorläge oder andere Vertrauenstatbestände begründet wurden. Darüber, ob dies der Fall ist, gibt Ihre Sachverhaltsdarstellung leider keine Auskunft. Ich gehe dazu zunächst nicht davon aus, dass Sie den begehrten Anspruch haben.

Eine abschließende Beurteilung wäre aber nur bei Kenntnis weiterer Fakten möglich, die mir zurzeit nicht vorliegen. Hierfür bitte ich um Verständnis.

2)
Im Gutachten ist auf den Hautkrebs nicht eingegangen worden, vielleicht da er von einer anderen Ärztin diagnostiziert und behandelt wurde. Die Ausleitungstherapie ist unter anderem dafür gedacht, einen weiteren Ausbruch zu verhindern. Hat ein Vorgehen gegen das Gutachten Sinn?

Leider geben Sie nicht an, worauf der Versicherer seine Leistungsablehnung stützt. Daher ist es schwierig, zu Ihrer Frage Stellung zu nehmen. Allgemein müsste anhand des Gutachtens überprüft werden, ob die für den Ablehnungsgrund ausschlaggebenden Fragestellungen ausreichend bzw. überhaupt im Gutachten gewürdigt werden. So könnte in etwa die medizinische Notwendigkeit gutachterlich in Frage gestellt worden sein. In diesem Falle wäre zu überprüfen, ob die Maßnahme aus medizinischer Sicht tatsächlich geeignet ist, die Krankheit nachhaltig einzudämmen bzw. zu heilen. Da es sich meines Wissens um eine Heilpraktikerleistung handelt, müsste die Eignung ggf. nicht nach ärztlichen sondern nach Heilpraktikermaßstäben beurteilen werden. Auch dies müsste im Gutachten berücksichtigt worden sein. Ich mache jedoch darauf aufmerksam, dass die Rechtsprechung zu dieser Frage uneinheitlich ist. Es müsste daher zusätzlich überprüft werden, welches Gericht in Ihrem Fall zuständig wäre.

Sollte die Leistungsablehnung generell damit begründet worden sein, dass es sich um alternative Methoden handelt, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen die Entscheidung vorgehen können.

Wie Sie sehen, bestehen durchaus Möglichkeiten, dass Sie Kostenerstattung beanspruchen können. Allerdings werden weitere Angaben benötigt. Gerne können Sie mich zur weiteren Bearbeitung Ihrer Angelegenheit beauftragen. Kontaktieren Sie mich einfach unter den angegeben Kontaktdaten.

Ich wünsche Ihnen eine gute Genesung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt André Meyer

ANTWORT VON

209 Bewertungen

Johannes-Meyer-Str. 11
49808 Lingen
Tel: 0591 12079427
Web: www.versicherungsrecht-meyer.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Medizinrecht, Zivilrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58398 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Trotz für mich ungünstiger Prognose war die Antwort sehr hilfreich und verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach Spitze! Sehr kompetent... Immer wieder...! ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Vielen Dank für Ihre Einschätzung meiner Situation. Ihre Beurteilung hat mir sehr geholfen. Der Vermieter (Wohngenossenschaft) ist stark zurück gerudert. Wir entfernen nur noch Tapteten in einem Raum anstatt in 3 Räumen :-) ...
FRAGESTELLER