Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
462.022
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung vom Anwalt erhalten!

Kostenlose Einschätzung starten
Bearbeitung durch erfahrene Anwälte
Bundesweite Mandatsbearbeitung
Rückruf erfolgt noch heute.
KEINE KOSTEN

Krankenkasse, Künstlersozialkasse


| 29.12.2009 00:38 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von



Ich bin xx Jahre alt, gebürtige xxxxx und seit Ende September 2009 Freiberuflerin in Deutschland. Meine Beschäftigung ist im Theater im Bereich der Ballettpädagogik und Choreographie. Von meiner Kollegin habe ich erfahren, dass die Künstler in Deutschland bei Künstlersozialkasse versichert werden. Obwohl ich bis Ende des Jahres 2009 auch in meinem Heimatland Bulgarien, EU- weit krankenversichert bin, habe ich mir gedacht, dass ich mich über alles bei der deutschen Krankenkasse erkundigen muss. Die Antwort war, dass es eine Versicherungspflicht bei der deutschen Krankenkasse mit der Aufnahme meiner Erwerbstätigkeit in Deutschland besteht. Danach habe ich alle meine Unterlagen für die Künstlersozialkasse vorbereitet, aber da wurde mir erklärt, dass ich zuerst in der gesetzlichen Krankenkasse beitreten muss und erst dann kann mich als freiberufliche Künstlerin bei der Künstlersozialkasse versichern. Laut KSK die Bearbeitung meiner Unterlagen etwa 2 Monate dauern kann und man sollte für diese Zeitraum die normalen Beiträge der gesetzlichen Krankenkasse leisten, aber danach werden alle gezahlten Beiträge bei der gesetzlichen rückgängig erstattet. Eine Bekannte brachte mich zur Kaufmännischen Krankenkasse, wo ich seitdem bereits Mitglied bin. Bisher musste ich zwei Mal 316,00 Euro monatlich bei meinem Durchschnittsverdienst vom 600,00- 800,00 Euro der KKH überweisen.
Vor ca. zwei Wochen habe ich eine Absage von der Künstlersozialkasse bekommen, dass es bei mir keine Ansprüche der nach Künstlersozialversicherungsgesetz Versicherungspflicht besteht. Die Begründung war, dass meine Tätigkeit als Ballettpädagoge und Choreograph in Deutschland nicht zu den künstlerischen Tätigkeiten zählt, sondern zum Freizeitsport. Ich habe einen Widerspruch geschrieben, aber über einen Erfolg entgegen KSK bin ein bisschen skeptisch. Es wurde mir klar, dass eine langfristige Versicherung bei der gesetzlichen Krankenkasse mit diesem Einkommen beim Theater könnte ich mich nicht leisten und müsste ich ab sofort kündigen und mich privat versichern lassen. Von Studenten habe ich gehört, dass es solche private Versicherungen gibt, wo man für ca. 60,00 Euro monatlich versichert werden kann. Im KKH in Essen, wo ich die Versicherung abgeschlossen habe, wurde mir gesagt, dass ich mich wegen meiner Kündigung an KKH Münster wenden muss, weil meine Tätigkeit in Coesfeld ist und keinerlei weiteren Informationen bekommen. Eine schriftliche Kündigung an KKH Münster habe ich schon geschickt, aber noch keine Antwort bekommen.
Zuletzt habe ich von Bekannten gehört, dass ich als Selbständige, nach einer Kündigung der gesetzlichen Krankenkasse, 18 Monaten lang den Beitrag weiter leisten muss! Wenn es stimmt, das ist eine reine Falle. Ich kann es nicht fassen, nur seit zwei Monaten versichert, kein einziges Mal beim Arzt gewesen und soviel Geld muss ich der Krankenkasse zahlen.
Ich bitte um eine kompetente Beratung, über meine Rechte wie kann ich mich schneller aus der gesetzlichen Versicherung befreien und mich privat versichern, falls ich nicht mehr freiberuflich werde, muss ich trotzdem die beiträge leisten?
Für Ihre Hilfe bedanke ich mich im Voraus.

Mit freundlichen Grüssen:


29.12.2009 | 07:27

Antwort

von


255 Bewertungen
Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Ob der Widerspruch bei der Künstlersozialkasse Aussicht auf Erfolg hat, vermag ich ohne Einsichtnahme in die Unterlagen nicht zu beurteilen.

Die Beträge zur Versicherung müssen Sie bezahlen, auch wenn Sie keine ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen.
Grundsätzlich müssen Sie bei der Kündigung zum Wechsel in eine andere gesetzliche Versicherung mindestens 18 Monate Mitglied sein. Dies gilt aber nicht, wenn Sie in eine private Versicherung wechseln wollen. Die Versicherung ist verpflichtet Ihnen 14 Tage nach Zugang der Kündigung eine Kündigungsbestätigung zu übersenden. Mit dieser Abmeldebestätigung können Sie sich dann bei der neuen Krankenkasse anmelden.

Wenn Sie Arbeitnehmer sind, müssen Sie diese Anmeldebestätigung dem Arbeitgeber aushändigen.
Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin



Nachfrage vom Fragesteller 29.12.2009 | 13:52

Kann ich nach einer zweiten Absage von der Künstlersozialkasse noch einmall Widerspruch erheben und wird das in diesem Fall wieder bei der Künstlersozialkasse, oder bei einer anderen Behörde?
Ich bedanke mich für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüssen:
N.B.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.12.2009 | 07:03

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu Ihrer Nachfrage folgt Stellung:

Nein. Wenn dem Widerspruch nicht abgeholfen wird, ergeht ein sogenannter „Widerspruchsbescheid“ gegen den binnen eines Monats ab Zustellung Klage beim zuständigen Sozialgericht eingereicht werden muss.

Diesbezüglich rate ich Ihnen dringend die Hilfe einer Rechtsanwalts in Anspruch zu nehmen, der bereits jetzt im Widerspruchsverfahren durch die Begründung des Widerspruchs die erforderlichen rechtlichen Argumentationen vorbringen kann und somit die Entscheidung über den Widerspruch möglicherweise zu Ihren Gunsten beeinflussen kann.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 29.12.2009 | 13:37


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke sehr, diese Information wird mir ganz gut weiterhelfen, jetzt weiss ich genau was ich zu tun habe.
Mit freundlichen Grüssen:
N.B."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Astrid Altmann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 29.12.2009
5/5.0

Danke sehr, diese Information wird mir ganz gut weiterhelfen, jetzt weiss ich genau was ich zu tun habe.
Mit freundlichen Grüssen:
N.B.


ANTWORT VON

255 Bewertungen

Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Miet und Pachtrecht