Eine Patientenverfügung gibt es nicht. Mein Vater ist verheiratet, somit ist wohl die nächste Angehörige seine Ehefrau, meine Mutter.
Mein Vater hat zwei Kinder, mich und meine Schwester.
Es soll jetzt gerichtlich eine Zustimmung über einen Luftröhren-Schnitt eingeholt werden.
Anscheinend soll auch durch Gericht ein Bevollmächtigter/oder Ansprechpartner bestimmt werden; ich habe dass, leider auch auf Rückfrage, nicht richtig verstanden/erklärt bekommen.
Bei drei Besuchen in den letzten drei Tagen haben Oberarzt, Stationsarzt und wohl ein Arzt im Praktikum ganz unterschiedliche Aussagen zur Behandlung gemacht.
Darüber hinaus waren die Erklärungen für Laien auch nicht verständlich, und dann ich wenigen Minuten herunter-gelaiert, und dass noch in Beiseien fremder Personen, die andere Patienten auf der Station besuchen wollten.
1. Wer bekommt Auskunft, meine Mutter, ich oder gar keiner ohne Patientenverfügung?
2. Wer erteilt dem Ansprechpartner dann die verbindliche Diagnose und legt die verbindliche Behandlungsstrategie fest?
3. Aus welchem Gesetz ergibt sich ein Rechtsanspruch überhaupt ein Gespräch mit dem Arzt über den Zustand zu führen und muss dieses Gespräch auch für Laien verständlich geführt werden?
4. Kann ich jederzeit und zur sofortigen Mitnahme eine Kopie der Behandlungsakte verlagen (welcher Gesetztes-Paragraph, kann ich selbst kopieren oder sollte ich vorher per Fax anfordern)?
5. Zur Lösung dieser Konflikte sollte ich das insgesamt schriftlich anzeigen? Wen muss ich zu sowas auffordern? Die Krankenhausleitung/Intensivstation/Oberarzt/Krankenkasse?
6. Wo kann ich mich ggf. beschweren, und wie übe ich damit den stärksten, schnellsten und besten Druck auf (Dienstaufsichtsbeschwerke oder allg. Beschwerde? AnKlinikleitung, Krankenkasse/Ärztekammer/Gesundheitsamt/Gesundheitsministerium?
7. Was ist gemeint, wenn jemand von Gericht bestellt werden soll. Kann ich verlangen, dass das auch ein Angehöriger (z. B. meine Mutter sein soll).
8. Könnte ich einen anderen Arzt mitnehmen und diesen quasi bevollmächtigen sich alles anzuhören (und später mir verständlich zu erklären)?
9. Wer trifft Entscheidungen, sollte mein Vater zum Pflegefall werden?
10. Was würden Sie tun, wenn es Ihr Vater wäre?
Aufgrund der kritischen Lage bitte ich um möglichst genaue Hinterlegung Ihrer geschätzten Antwort mit Paragraphen oder Vergleichsurteilen, da ich mich nicht lange mit dem Krankenhaus in Formalitäts-Hin-und-Her verlieren kann, sonder gleich den Anspruch begründet auf den Tisch bringen muss, dass es jetzt schnell positiv voran geht.
Besten Dank.
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