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Kosten für Internat


27.08.2004 20:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich habe einen 15 jährigen Sohn aus 1. Ehe, für den mein geschiedener Mann monatlich 303,- Euro (laut Düsseldorfer Tabelle) bezahlt. Leider hat mein Sohn ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom). Dies hat zur Folge, der er sich schlecht konzentrieren kann und somit massive Schwierigkeiten in der Schule hat.
In der Nähe haben wir ein Wocheninternat gefunden, welches für meinen Sohn ideal wäre. Er geht auf eine normale Schule, kommt mittags ins Internat zurück, wird dort betreut (Essen, Hausaufgabenbetreuung, Sport, ...).
Jeden Freitag mittag kommt er dann wieder zu uns nach Hause.

Dieses Internat kostet monatlich 450,- €.

Frage:
Kann ich von meinem Ex-Mann verlangen, daß er sich an diesen Kosten beteiligt?

Auf meine Frage meinte er nur, daß er kein Geld hat und ja ohnehin monatlich 303,- € Unterhalt bezahlen würde.
Mehr könne er nicht bezahlen.
(Er fährt übrigens einen neuen BMW X5 und seine jetzige Frau einen neuen A4 Cabrio)
Laut Einkommensteuererklärung, die er uns kürzlich übersendete,
ist 303,- € Unterhalt anscheinend in Ordnung. Wie er sich das neue Haus, die Autos usw. finanziert, weiß ich nicht.

Nochmal die Frage:
Muß sich mein Exmann an den Internatskosten beteiligen
und wenn ja,
in welcher Höhe?

Vielen Dank für Ihre Antwort.



27.08.2004 | 21:16

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Rechtssuchende,

es handelt sich bei den Internatskosten um sog. Mehrbedarf.

Dies ist derjenige Teil des Lebensbedarfes, der regelmäßig anfällt und nicht von den Regelsätzen erfaßt werden kann. Der fällt neben dem allgemeinen Unterhalt an und ist vorher schriftliche geltend zu machen.

Kein Mehrbedarf liegt aber vor, wenn das Kind das Internat besuchen soll, damit Sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen können.

Es wird sich hier die Frage stellen lassen müssen, ob dieser Mehrbedarf berechtigt ist oder nicht.

Bei Ihnen können Sie wie folgt argumentieren:
Ihr Sohn ist krank und benötigt daher umfassende Betreuung. Wenn die Krankheit anerkannt und nachgewiesen, dann können Sie aufgrund eines krankheitsbedingten Mehrbedarf zusätzlichen Unterhalt fordern.
Außerdem kann die Internatsunterbringung durch Gründe, die in der Person des Kindes begründet liegen, begründet werden (z.B. Lern- und Erziehungsschwierigkeiten.

Wichtig ist wer das Sorgerecht hat:
Bei gemeinsamen Sorgerecht gehört die Frage, ob ein Kind eine andere teurere Schule besuchen soll, zu den Angelegenheiten, die für ein Kind von erheblicher Bedeutung sind. Diese Entscheidung muß von beiden Elternteilen getragen werden.

Ich hoffe Ihnen damit geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 29.08.2004 | 20:52

Hallo,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Wenn der leibliche Vater angeblich kein Geld hat, um diese Mehrkosten zu bezahlen, habe ich dann überhaupt eine Chance, diesen Anspruch durchzusetzen?
Laut Einkommensteuererklärung verdient er ca. 35.000 Euro / Jahr, (er ist angestellt bei der Firma seiner Eltern), er ist verheiratet und hat ein weiteres Kind.
Er zahlt laut Düsseldorfer Tabelle monatlich 303,- Euro für seinen Sohn.

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.08.2004 | 11:25

Sehr geehrte Rechtssuchende,

Sie müssen zuerst die Mehrkosten geltend machen, d.h. Sie sollten dem Vater des Kindes schriftlich unter unter Fristsetzung zur Zahlung der Mehrkosten auffordern.

Ob er genügend Einkommen hat, kann mann dann erst danach beurteilen.

Er hat immerhin ca. 2.900 EUR monatlich an Einkommen. Das Einkommen kann sich dann auch noch erhöhen, wenn er eine Steuerrückerstattung erhalten hat.

Wenn Sie den Vater vor zwei Jahren das letzte Mal zur Auskunft über das Vermögen aufgefordert haben, sollten Sie dies jetzt durch einen Anwalt tun.

Mit freundlchen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

Köln

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