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Korrektes Vorgehen wenn Händler gar nicht erst auf Widerruf reagiert


| 19.12.2016 12:14 |
Preis: 30,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin



Ich habe am 25.11. über eine Onlineplattform einen teureren (ca. 200€) Artikel bestellt und direkt online bezahlt. Der Artikel wurde am 20.11., wie von mir vorgegeben, an eine Postfiliale geliefert wo ich es am 01.12. dann abgeholt habe.

Am 12.12. habe ich mich entschieden den Artikel (Verpackung noch ungeöffnet) doch zurück schicken zu wollen. Also habe ich noch am selben Tag den Vertrag per Email an die genannte Kontaktadresse explizit widerrufen und zeitgleich um eine Retourenmarke gebeten. Einerseits um nicht in Vorkasse treten zu müssen, andererseits, weil der Händler in den AGB auch genau aus diesem Grund um Kontaktaufnahme vor der Zurücksendung gebeten hat.

Da ich keine Bestätigung erhalten habe, habe ich dann zur Sicherheit am 14. den Widerruf ebenfalls postalisch per Einschreiben an die angebende Kontaktadresse des Händlers gerichtet, wo der Brief laut Sendungsverfolgung am 15.12. dann auch zugestellt wurde. Bis dato ist aber keinerlei Reaktion durch den Händler erfolgt.

Heute (19.12.) habe ich ebenfalls versucht telefonisch Kontakt aufzunehmen, aber die einzige Telefonnummer, die auf der Seite „Rückrufservice" angegeben ist, ist nicht erreichbar. (Kein Wählzeichen, Telefonanruf wird abgebrochen)


Ich gehe davon aus, dass, selbst wenn die Postfiliale durch meine Beauftragung als bevollmächtigter Dritter zählt, die Widerrufsfrist gemäß §187 BGB, frühestens am 01.12 beginnt und somit beide Widerrufe innerhalb der Widerrufsfristen lagen bzw. liegen und damit gültig sind.


Wie bereits erwähnt erbittet sich der Händler in den AGB die vorherige Absprache der Rücksendung, anderseits wurde in der Widerrufsbelehrung darauf hingewiesen, dass ich verpflichtet sei im Falle des Widerrufs die Ware umgehend, jedoch spätestens innerhalb von 14 Tagen nach dem Widerruf, zurück zu senden.


Da bisher nicht einmal eine Bestätigung des Eingangs des Widerrufs erfolgt ist, zweifle ich aber natürlich daran, im Anschluss auch mein Geld zurück zu erhalten. Daher bin ich jetzt unsicher wie ich jetzt am besten rechtssicher vorgehe.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben den Widerruf ordnungsgemäß erklärt und dieser ist dem Verkäufer auch zugegangen.

Laut Widerrufsbelehrung ist die Ware binnen 14 Tagen zurückzusenden.

Da sich der Verkäufer nicht zwecks Absprache weiterer Details gemeldet hat, sollten Sie der Regelung nachkommen und die Ware nachweisbar zurückschicken.

Den vom Verkäufer zu erstattenden Kaufpreis kann man notfalls danach auch anwaltlich und oder gerichtlich geltend machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2016 | 15:06

Danke für die Bestätigung meines Eindrucks. Das von Ihnen vorgeschlagene Vorgehen entspricht auch meinen Überlegungen.

Ich hatte vor ein Begleitschreiben beizulegen, in dem ich andererseits nochmal auf den bereits erfolgten Widerruf Bezug nehme und gleichzeitig auch eine Frist für die Rückerstattung des Kaufpreises sowie der (Rück)Versandkosten setze.

Gibt es noch andere Punkte die ich in dem Schreiben beachten, oder auf die ich Hinweisen sollte?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2016 | 20:23

Genau, es ist ein entsprechendes Schreiben aufzusetzen mit der Rückforderung des Kaufpreises und einer konkreten Zahlungsfrist für den Verkäufer.

Bewertung des Fragestellers 19.12.2016 | 20:38


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FRAGESTELLER 19.12.2016 4,4/5.0
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