Kontopfändung von Säumniszuschlägen trotz Zahlung
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Sozialrecht
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Sehr geehrte Damen und Herren,
für einen Zeitraum von Januar 2008 bis Oktober 2008 konnte ich aufgrund Insolvenz und Scheidung keine Krankenkassenbeitäge (BEK) bezahlen. Seit November 2008 zahle ich monatlich den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbeitragssatz . Ich werde von meiner Familie finanziell unterstützt.
Ich bat die Krankenkasse mehrmals um Zahlungsaufschub der geschuldeten Beiträge, habe aber nie eine Antwort erhalten.
Im Juni 2009 erhielt ich vom Hauptzollamt die Androhung einer Pfändung über insgesamt 5000,- EUR unbezahlter Beiträge. Ich bat die Krankenkasse wiederholt um Zahlungsaufschub noch bis September 2009, was die Kasse jedoch ohne Angabe von Gründen ablehnte. Mein Bankkonto wurde gepfändet.
Vergebens hatte ich daraufhin versucht das Hauptzollamt-Berlin zu kontaktieren um dort mitzuteilen,dass ich erst im September zahlen kann. Wochenlang, auch zu den angegebenen Sprechzeiten, konnte ich dort niemanden antreffen. Erst nach einer schriftlichen Beschwerde entschuldigte sich der Amtsleiter in einem Schreiben für diesen "urlaubs- und krankheitsbedingten Umstand".
Im September 2009 konnte mir meine Mutter wie versprochen 5000,- EUR ausleihen, die der Krankenkasse sofort zur Deckung aller Forderungen überwiesen wurden.
Jedoch wurde die Kontopfändung trotz Zahlung nicht aufgehoben, da die 5000, EUR plötzlich mit noch mir bis dahin unbekannten Säumniszuschlägen in Höhe von 2000,- EUR verrechnet wurden. Ich hatte von diesen Sämniszuschlägen bis dahin nie etwas gehört. Die Krankenkasse hatte diese Forderungen nie erhoben. Nie habe ich eine Abrechnung erhalten.
Obwohl Krankenkasse und Hauptzollamt wissen, dass ich mittellos bin und ausschließlich von der Unterstützung durch meine Familie lebe, zerstörten sie jetzt komplett meine Existenz. Vor zwei Wochen wurde mein Konto von der Bank gekündigt.
Völlig niederschmetternd ist für mich besonders der Umstand, dass ich seit einem Jahr intensiv an der Realisierung einer Geschäftsidee arbeite. Diese Geschäftsidee ist so innovativ, dass ich seit September 2009 von der IHK-Berlin mit Coachingleistungen( für Marketing- und Unternehmesberatungen) im Wert von 10.000,- EUR aus Mitteln der EU und des Landes Berlin unterstützt werde. Die Firmengründung war für den 01.01.2010 vorgesehen. Wenn ich die Firma nicht gründe muss ich die 10.000,-EUR zurückzahlen.
Aber wie soll ich eine Firma ohne Bankkonto gründen ?
Freunde und Familie unterstützen mein Vorhaben und helfen mir so gut es geht. Ich kann die 2000 EUR Säumniszuschläge aber jetzt nicht bezahlen. Weder Krankenkasse noch Hauptzollamt wollen die Pfändung der Säumniszuschläge zurücknehmen.
Was kann ich tun ?
Vielen Dank für Ihre Antwort
Zahlung








