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Kontogebührenforderung durch Inkasso für ein nie erhaltenes Konto


| 19.12.2008 12:19 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Hallo,

vor einer Weile erhielt ich ein Schreiben eines Inkassounternehmens das von mir eine Forderung für CortalConsors eintreiben wollte. Auf Rückfrage konnte man mir nicht genau sagen, worum es sich handelt, sondern nur, das es um irgendwelche Kontogebühren gehen soll. Daraufhin schrieb ich einen Widerspruch und forderte Einsicht in die entsprechenden Unterlagen.
Nun bekam ich kürzlich eine Kopie eines Kontoeröffnungsantrages von mir aus dem Jahre 2000, der von mir, aber nicht von der Bank unterschrieben war und irgendwelche hilfsweisen Kontoauszüge.
In der Tat habe ich diesen Antrag gestellt, danach aber nie wieder etwas von der Bank gehört, geschweige denn Kontodaten, Karte oder gar Kontoauszüge bekommen. Mich hat dies nicht verwundert, da ich auf Grund einer Firmenpleite negative Schufaeinträge hatte und dann zeitnah ein Guthabenkonto bei einer anderen Bank bekam, so dass dieser Antrag bei mir in Vergessenheit geriet (wie gesagt, ich habe danach ja auch nie wieder Post von CortalConsors bekommen).
Die jetzige Forderung beläuft sich also auf die kumulierten Kontoführungsgebühren inkl. Zinsen und Inkassogebühren seit dem Jahr 2000.
Nach meinem Rechtsempfinden (Empfinden ist halt nur keine Rechtssicherheit) gibt es in diesem Fall aber gar kein bidirektionales Vetragsverhältnis und damit auch keinen Anspruch auf Gebühren. Abgesehen davon - müssten die Forderungen nicht auch mittlerweile verjährt sein?

Beste Grüße.
S.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Zunächst sollten Sie einen Nachweis darüber verlangen, zu welchem Zeitpunkt die Bank Ihren Antrag angenommen hat.
Im Zweifel muss das Inkassounternehmen bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung dies darlegen und beweisen.

Darüber hinaus haben Sie zu Recht die Verjährung angesprochen. Die Ansprüche verjähren in drei Jahren.
Das bedeutet, dass Ansprüche auf Kontoführungsgebühren etc. vor dem 01.01.2005 ohnehin verjährt sind.
Die Ansprüche aus dem Kalenderjahr 2005 verjähren mit Ablauf des 31.12.2008.

Ich rege an, einen Kollegen mit der Sache zu beauftragen, um die Angelegenheit zu einem Abschluss zu bringen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2008 | 14:08

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort und Erlaubnis zur Nachfrage.

In der Tat habe ich da eine - was wäre denn ein Nachweis, das die Bank meinen Antrag angenommen hat?
Mitgeteilt hat sie mir diesbezüglich jedenfalls nichts und die Kopie des Antrages, die ich vom Inkassounternehmen bekommen habe, weist diesbezüglich auch keine "Spuren" (Unterschrift, Vermerk etc.) auf.

Kann es mir folglich passieren, das ich bei einem eventuellen Rechtsstreit mit etwas ähnlichem wie einer eidesstattlichen Versicherung eines Sachbearbeiters (keine Ahnung, ob so etwas überhaupt möglich ist, aber ich bin rechtlich ja Laie und will nur sicher gehen) dann untergehe und doch zahlen muss?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2008 | 14:13

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Als Nachweis gelten in diesem Zusammenhang die Überlassung der Konteröffnungsunterlagen, aus der sich bspw. ergibt, wann das Konto eröffnet worden ist.

Eine eidesstattliche Versicherung würde hier nicht ausreichen. Darüber hinaus ist es wenig wahrscheinlich, dass ein Mitarbeiter der Bank nach Ablauf von acht Jahren noch zur Eröffnung eines x-beliebigen Kontos aus dem Jahre 2000 sagen, geschweige denn an Eides statt versichern könnte.



Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de

Bewertung des Fragestellers 19.12.2008 | 14:25


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