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Kontakt zu Minderjährigen


| 14.12.2012 09:10 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Guten Morgen,
Ich hatte eine Beziehung zu einem geschiedenen Mann, der eine 11-jährige Tochter (nicht bei ihm lebend) hat. Die Beziehung endete am 31. Oktober. Er verbot mir mich von seiner Tochter zu verabschieden. Am 31. Oktober mündlich und am 6. November per SMS.
Ich schrieb der Tochter trotzdem einen Brief, in dem ich mich freundlich, ohne eine Anschuldigung auszusprechen, verabschiedet habe. Sie danke mir für den Brief am 19. November per SMS, ich dankte ihr für die SMS - seither hatten wir keinen Kontakt mehr und ich werde auch keinen Kontakt mehr mit ihr aufnehmen.
Dieser Mann schuldet mir noch Geld, das er mir nicht zurückgeben will. Deshalb droht er mir rechtlich gegen mich vorzugehen, weil ich trotz seines Verbotes Kontakt zu seiner Tochter aufgenommen habe.
Nun meine Frage:
Kann er mich dafür rechtlich belangen? Wenn ja, wie lange nach meinem Kontakt mit der Tochter kann er mich belangen?
Herzlichen Dank für Ihre Antwort!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Aus § 1632 II BGB folgt das Recht des Sorgeberechtigten, den Umgang des Kindes auch mit Wirkung für und gegen Dritte zu bestimmen.

Der Vater kann ein Umgangsverbot aussprechen, hierzu gehört jeder Kontakt, auch schriftlich oder per sms. Das Kontaktverbot kann nach § 823 I BGB durchgesetzt werden (Palandt-Diederichsen, § 1632 Rn. 19).

Sie haben zwar durch den Brief und die sms gegen das Verbot verstoßen, ich sehe aber keine Gefahr für Sie, wenn Sie erklären künftig jeden Kontakt zu unterlassen. Sie sollten zur Vorsicht gegenüber dem Kindesvater eine solche Erklärung abgeben, weil dann die Wiederholungsgefahr wegfällt.

Aus dem einmaligen Verstoß, wird sich kaum ein Schadensersatz- oder Unterlassungsanspruch herleiten lassen, jedenfalls dann wenn Sie erklären, dass künftige Kontakte unterbleiben.

Ihre Geldforderung ist hiervon unberührt, diese könnten Sie ohne weiteres geltend machen.






Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.12.2012 | 09:04

Guten Tag,
ich habe aber das Einverständnis der Mutter, bei der die Tochter die meiste Zeit lebt, dass ich mit dem Kind in Kontakt bleiben darf.
Kann mich der Vater trotzdem belangen?
Herzlichen Dank und liebe Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.12.2012 | 11:05

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Ich gehe davon aus, dass beiden Eltern die elterliche Sorge gemeinsam zusteht. Zwar ist jeder Elternteil im Rahmen seiner Sorge berechtigt, Kontaktverbote auszusprechen, allerdings liegt ein Konflikt vor, wenn der andere Elternteil den Kontakt unterstützt. In der Zeit, in der das Kind bei der Mutter ist, kann diese Ihnen den Kontakt erlauben, ohne das Sie rechtswidrig handeln würden.

Der Vater kann das Verbot nur aussprechen, in der Zeit in der er das Kind betreut.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 17.12.2012 | 08:14


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FRAGESTELLER 17.12.2012 4,6/5.0
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