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Komplikationen bei Familienzusammenführung


09.12.2015 16:42 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Wir haben am 05.03.2013 in Manila geheiratet ohne Ehefähigkeitszeugnis.
2013 wurde auch der Sprachkurs - A1 - absolviert.
Die Familienzusammenführung war geplant , nur leider hat meine Ehefrau am 16.11.2013
einen Schlaganfall erlitten , wonach die linke Seite gelähmt war.ich war fast ein Jahr bei ihr auf den Philippinen und habe mich dementsprechend um sie gekümmert. Nun haben wir ein Touristenvisa MULT ( Mehrfacheinreise ) über die Niederländisch Botschaft besorgt
(90 Tage gültig jedoch bis 2019 ) und sie ist am 18.011.2015 hier eingereist.
Ich habe meine Ehefrau beim Einwohnermeldeamt angemeldet und auch beim Jobcenter.
Wir waren auch beim ansässigen Standesamt , wo uns eine Liste zur Nachbeurkundung der Ehe ausgehändigt wurde. Nach Durchsicht dieser fielen uns einige Punkte auf , welche nicht realisierbar sind , wie z.B. Fotos der Eltern , Heiratsurkunden der Eltern..( beide Elternteile sind verstorben )..Bei der Vorsprache bei der Ausländerbehörde wurde
uns ganz lax mitgeteilt , das meine Frau keinen Aufenthaltstitel erhalte und basta. Der Hinweis auf Ihre gesundheitliche Situation wurde damit abetan , das Jemand der hier einreist sich auch problemlos bewegen kann. Auf meinen Hinweis auf die von mir organisierte Begleitung erfuhr ich nur Schulterzucken.
Ich bin Altersrentner- 66 Jahre und meine Frau ist 58 Jahre alt , sie ist derzeitig auf meine häusliche Hilfe angewiesen , und ist ohne diese als hilflose Person einzustufen . Dies haben wir auch fachärtzlich beurkunden ( atestieren ) lassen durch einen ortsansässsigen Arzt.und der Ausländerbehörde vorgelegt. Das Attest wurde entgegengenommen und mitgeteilt das die Angelegenheit dem Leiter vorliege und wir wieder Bescheid erhielten.
Meine Ehefrau will natürlich nicht wieder ausreisen , was auch unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Situation kaum zu bewerkstelligen wäre.
Was würden Sie uns empfehlen ?
Im Voraus besten Dank für Ihre Hilfe
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Ich empfehle Ihnen nachdrücklich, einen auf das Ausländerrecht spezialisierten Rechtsanwalt vor Ort mit der Akteneinsicht bei der für Sie zuständigen Behörde zu beauftragen. Danach können die Erfolgsaussichten eines etwaigen Härtefallantrags aufgrund der gesundheitlichen Lage Ihrer Ehefrau und natürlich Ihrer familiären Situation von diesem abschließend beurteilt werden.

Angesichts Ihres Alters erscheint es seitens der Behörde widerrechtlich, Urkunden zu den Eltern Ihrer Frau zu verlangen. Bevor jedoch das Instrumentarium der verwaltungsrechtlichen Rechtsmittel und Eilanträge bemüht werden kann, ist Akteneinsicht unabdingbar.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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