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Klatsch und Tratsch über Privatinsolvenz


| 10.12.2013 10:50 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Führt der Insolvenzschuldner nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens in der Wohlverhaltensphase oder nach Freigabe seinen Betrieb fort, muss er Unterlassungs- oder auch Schadenersatzansprüche selbst geltend machen. Dem Insolvenzverwalter stehen diese Forderungen nicht mehr zu.


Guten Tag,
ich hoffe, ich habe das richtige Rechtsgebiet gewählt.

Ich bin seit 6 Jahren in der Privatinsolvenz. Wenn weiterhin alles glatt läuft wird das Verfahren im Sommer 2014 beendet. Wenn....

Leider gibt es in meinem privaten Umfeld Personen (Ex-Frau, seit 15 Jahren geschieden, und Anhang), denen das nicht passt. Obwohl sie das Insolvenzverfahren gar nicht berührt. In der Insolvenztabelle sind keinerlei Unterhaltsforderungen oder dergleichen.

In letzter Zeit wird in meinem erweiterten Familienkreis über meine Privatinsolvenz berichtet. Bisher wussten davon nur meine jetzige Lebensgefährtin und der involvierte Anwalt. Auch beruflich, ich bin freiberuflich tätig, habe ich erfahren, dass Auftraggeber über meine Situation informiert wurden und mir dadurch langfristige und bisher erfolgreiche Aufträge verloren gingen.

Quelle diese Informationsverbreitung ist eine Rechtsanwaltsfachangestellte aus der Familie, die unter Umständen an Informationen gelangt, an die "normale" Interessenten nicht gelangen.

Welche Möglichkeiten habe ich (wenn überhaupt), dieser Person weitere, vor allem meine berufliche Perspektive betreffende, Schritte zu untersagen. Mahnende Worte am Telefon werden nicht viel bewirken. Kann ich über meinen Insolvenzverwalter Schritte einleiten?

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt, wobei ich wie gewünscht mit geringer Detailtiefe ausführe:

Sollte Ihr Insolvenzverfahren noch nicht aufgehoben worden sein, also Sie sich noch nicht der Wohlverhaltensphase befinden, und hat der Insolvenzverwalter Ihr freiberufliches Gewerbe nicht aus der Masse freigegeben, sondern führt Ihren Betrieb quasi als Ihr Vorgesetzter fort, so stehen diesem die Unterlassungs- und ggf. Schadenersatzansprüche zu.

Da Sie mitteilen, dass Ihre Auftraggeber nicht von der Privatinsolvenz wusste, vermute ich, dass dies nicht der Fall ist. Anderenfalls wäre ja der Insolvenzverwalter der Vertragspartner Ihrer Kunden. Insofern stehen Ihnen diese Ansprüche selbst zu. Je nach den Umständen wäre sogar ein gerichtliches Eilverfahren auf Unterlassung möglich, wobei hier auch von Ihrer Seite Eile geboten ist, da Sie kurzfristig nach Kenntnisnahme der schädlichen Äußerungen reagieren müssen.

Da solche Verfahren oft einen hohen Gegenstandswert habe, wollen diese auch in Bezug auf Prozesskostenrisiko wohl erwogen sein. Sie sollten sich umfassen von einem örtlichen Anwalt beraten lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2013 | 11:31

Sehr geehrte Frau Scheibeler,

vielen Dank für Ihre Antwort trotz des geringen Einsatzes.
Ich befinde mich bereits in der Wohlverhaltensphase, bis Sommer 2014, habe daher die Befürchtung, dass in der letzten Phase des Verfahrens noch etwas schief geht. Mein Insolvenzverwalter kennt, selbstverständlich, meine berufliche Situation.

Ich bin selbstständig, mache meine Verträge selbstständig. Nur sind mir Kunden abhanden gekommen, die im nachhinnein von meiner PI erfahren haben. Mir geht es nicht um entgangene Gewinne/Umsätze. Ist auch nicht leicht nachzuweisen. Zumal meine Vertragspartner so fair waren, bestehende Aufträge nicht gänzlich zu stornieren, sondern nur auslaufen zu lassen.
Mir geht es darum, in der Zukunft in Ruhe meine Arbeit zu machen und aus dieser Richtung störende Einflüsse auszuschalten.

Ihre Antwort hat mir aber weiter geholfen, ich werde mit meinem Anwalt einen Eilantrag auf Unterlassung stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2013 | 11:34

Sehr geehrter Fragesteller,

besten Dank für das nette Feedback. Bitte bringen Sie Ihre Zufriedenheit doch auch in dem Bewertungssystem noch zum Ausdruck.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 14.06.2014 | 23:01


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