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Kindesunterhalt und Wohnrecht


09.06.2017 11:11 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich lebe in Scheidung; allerdings ist meine Frau noch nicht aus der mir gehörenden Wohnung ausgezogen. Das Trennungsjahr ist längst abgelaufen, aber das Scheidungsverfahren zieht sich aufgrund Streitugkeiten über den Zugewinn hin.
Meine Frau möchte nicht ausziehen; sie verdient rund € 1.300,-
Für die Kosten der Familien-Wohnung inkl. Nebenkosten komme ich alleine auf. Im Haushalt leben zudem unsere zwei volljährigen Söhne.
Der jüngere, noch in Schulausbildung befindliche, Sohn fordert jetzt Unterhalt von mir.
Beide Söhne haben sich auf die Seite der Mutter gestellt; das Klima ist sehr schlecht.
Gerne würde ich alle aus der Wohnung werfen, was aber nach Auskunft meines Anwalts nicht so einfach möglich ist.
Mit Scheidung müsste meine Frau allerdings ausziehen.
Meine Frage geht nun dahin, ob ich meinen Unterhalt fordernden Sohn aus der Wohnung werfen kann und ob dies Unterhaltstechnisch, insbesondere der Höhe nach Konsequenzen für mich hätte.
Ich bin es leid immer nur zu zahlen und in den eigenen vier Wänden ständig gemobbt zu werden.
Welche Möglichkeiten habe ich, mich zu wehren. Muss ich zahlen, wenn ich leistungsfähig bin oder kann ich wenigstens Miete verlangen?

Vielen Dank für eine schnelle Rückantwort noch im Laufe des Tages!
09.06.2017 | 11:43

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Wenn Ihr Sohn noch unterhaltsberechtigt, aber volljährig ist, können Sie ihn grundsätzlich zum Auszug auffordern. Sie haben das Wahlrecht, ob Sie ihm (teilweise) Naturalunterhalt durch das zur Verfügungstellen von Wohnraum oder vollständig Barunterhalt leisten sollen.

Allerdings hat ein Kind mit eigener Wohnung einen festen Unterhaltsbedarf von derzeit 735 €, auf den das weiterzuleitende Kindergeld angerechnet wird. Der Restbetrag ist von den Eltern anteilig nach Leistungsfähigkeit zu zahlen. Es besteht damit die Möglichkeit, dass sich Ihre Unterhaltsverpflichtung durch den Auszug des Sohnes erhöht.

Einen Anspruch auf Miete haben Sie nicht, weil Sie Ihrem Sohn zum Unterhalt verpflichtet sind.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


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