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Kindesunterhalt Sohn sechs Jahre


| 08.10.2017 11:23 |
Preis: 33,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag bevor ich einen Ihrer Kollegen vor Ort aufsuche bitte ich um kurze Überschlagung der Berechnung da ich nach den bisherigen Recherchen noch nicht wirklich schlüssig bin was ich tun soll.

Ich 1950,- bereinigtes Netto Vollzeit (berufsbedingte Aufwendungen bereits abgezogen), meine Frau 1350,- Schichtdienst (60 Prozentstelle) beide Stkl. IV. Ihre Schichten weiss man für den folgenden Monat erst im laufenden um den 20ten in etwa.
Wir haben 4 gemeinsame Kinder (1,2,3 und 5 Jahre). Wir bewohnen ein Eigenheim. Zinsen 250,- EUR.

Ich habe noch ein Kind welches bei der Kindesmutter wohnt (8 Jahre). Es besteht ein Titel 297,- Euro muss ich zahlen. Der Titel ist ca. 7 Jahre alt.

Nach RS mit dem JA will man bei mir keine Mangelfallberechnung durchführen. Ich soll eine NE aufnehmen oder das Eigenheim vermieten und mit meiner Frau und den 4 Kindern ausziehen (140 qm). Sprich es werden mir zusätzlich seitens des JA fiktive Einkünfte angerechnet ( Nebentätigkeit und 1200 Euro Eigenheim).

Ich finde das schon an der Grenze der Frechheit. Wie soll ich eine NE aufnehmen in der Familiensituation mit den Kindern und unter dem Hintergrund der unregelmäßigen Arbeitszeiten meiner Frau. Was ist mit dem Eigenheim. Können Sie mir konkrete Zahlen nennen. Bitte um Rat was muss ich zahlen danke.
Eingrenzung vom Fragesteller
08.10.2017 | 11:26
08.10.2017 | 11:59

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:



Eine präzise Unterhaltsberechnung ist kaum möglich, da hier einige Daten einer Wertung unterliegen:

Aus meiner Sich kann Ihnen ein Nebenjob nicht abverlangt werden. die Rechtsprechung ist hier grundsätzlich zurückhalten. Wenn jemand ganztags arbeitet, muss das im Regelfall genügen. Reicht das so erzielte Einkommen nicht, wird eine Mangelfallberechnung vorgenommen. In Ihrem Fall mit vier recht kleinen Kindern in Ihrem Haushalt gilt dies um so mehr.

Problematischer ist die Immobilie: Sie Ziehen zu Recht nur die Zinsen, nicht aber die Tilgung für den Kredit ab, da die Tilgung Vermögensaufbau ist. Allerdings ist Ihnen ein angemessener Wohnvorteil zuzurechnen: Wer keine Immobilie besitzt, sondern mietet, muss eine angemessene Miete aus seinem Selbstbehalt zahlen. Sie könnten mit nur 250 € keinen angemessenen Wohnraum für eine sechsköpfige Familie schaffen.

Je nach zu erzielender Kaltmiete ist Ihnen der entsprechende Betrag als Einkommen zuzurechnen; wenn das Haus beiden Ehepartnern gehört, nur zur Hälfte. Die Zinsen sind, wenn Ihnen beiden das Haus gehört zur Hälfte, wenn Sie Alleineigentümer sind, vollständig abzuziehen.

Bei 140 qm ist eine ersparte Kaltmiete von 1200 € nicht völlig unrealistisch, ggf. müssen Sie hier mit dem aktuellen Mietspiegel Ihrer Stadt argumentieren, wenn Sie eine geringere Miete für angemessen halten.

Wenn Sie gemeinsam Eigentümer sind und die Zinsen und der Wohnvorteil hälftig bei Ihnen anzusetzen sind, dürft sich Ihr Einkommen unterhaltsrechtlich auf 2425 € belaufen. Damit wäre Ihnen die Zahlung des Mindestunterhalts von 297 € für Ihren achtjährigen Sohn annähernd möglich.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


Nachfrage vom Fragesteller 08.10.2017 | 12:33

Sehr geehrte Frau RA Holzapfel,

vielen Dank für die schnelle Bearbeitung meines Anliegens. Würde mich freuen wenn Sie mir auf meine Rückfrage kurz Stellung nehmen und zwar.

Von einem Mietspiegel ist mir in unserer Gemeinde nichts bekannt. Was ich aber weiss die Wohngeldbehörde rechnet lediglich mit Mietspiegel zwei. Das sind bei uns hier nur 756,- EUR. Könnte ich so argumentieren um einen niedrigeren Wohnvorteil heranzuziehen. Das wären nämlich um die 450 EUR weniger?

Kann man eventuell noch was anderes dazurechnen zu den Zinsen also z.B. Grundsteuer und Wohngebäudeversicherung sind zusammen etwa 700,- EUR jährlich also um die 60 EUR monatlich?

Geht man auch bei dieser Berechnung auch von 1080,- EUR Selbstbegaltsgrenze aus habe mal was von einer Kürzung auf 700,- EUR in unserer Konstellation gehört?

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.10.2017 | 12:56

Sehr geehrter Fragesteller,



gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Maßgelblich für den Wohnvorteil ist die erzielbare Kaltmiete. Wenn 756 € der Betrag sind, der bei einer Vermietung erzielbar ist, kann dieser zugrunde gelegt werden. Ich halte diesen Betrag - ohne die Mietpreise vor Ort zu kennen - jedoch für sehr niedrig, insbesondere für Ihr Bundesland.

Alle Mietnebenkosten, die bei einer Vermietung auf den Mieter umgelegt werden können, sind nicht zusätzlich abziehbar, Schließlich hätten Sie diese Belastungen über die Nebenkosten auch als Mieter zu tragen. Allenfalls Investitionen sind - ggf. verteilt auf einen längeren Zeitraum - abzugsfähig.

Der Selbstbehalt kann wegen des Zusammenlebens mit Ihrer Frau gekürzt werden, allerdings bei einem Berufstätigen nicht auf 700 € (einschließlich Wohnkosten). Die Herabsetzung erfolgt üblicherweise um 10 bis 12,5 % des Selbstbehalts.

Ich befürchte, dass Sie den Unterhalt nicht deutlich unter den Mindestsatz der Düsseldorfer Tabelle werden drücken können.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 08.10.2017 | 18:34


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"Es wurden alle Fragen beantwortet schnelle Bearbeitung auch auf die Rückfrage gerne wieder danke."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 08.10.2017
5/5.0

Es wurden alle Fragen beantwortet schnelle Bearbeitung auch auf die Rückfrage gerne wieder danke.


ANTWORT VON

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