Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
462.490
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung vom Anwalt erhalten!

Kostenlose Einschätzung starten
Bearbeitung durch erfahrene Anwälte
Bundesweite Mandatsbearbeitung
Rückruf erfolgt noch heute.
KEINE KOSTEN

Kindesunterhalt / Neuberechnung


| 30.12.2012 08:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Es geht um Kindesunterhalt für meinen Sohn (15Jahre).
Bisher wurde der Kindesunterhalt regelmässig bezahlt. Dieser wurde aber vor Jahren berechnet und nicht erhöht (weil ich keinen Streit mehr mit dem Kindesvater haben wollte).
Nun möchte ich den Kindesunterhalt anpassen.
Der Kindesvater gibt sein wirkliches Nettoeinkommen nicht bekannt. Ich gehe von einem Nettoeinkommen aus nicht selbständiger Arbeit in Höhe von ca. 1800,00-1900,00 EUR aus. Hinzu kommen noch Mieteinnahmen. Er besitzt ein Haus, welches wir zu Ehezeiten zusammen gekauft haben.Ich bin aus dem Darlehensvertrag und dem Grundbuch seit 2006 raus,also gehört es ihm alleine. Er wohnt in diesem Haus und hat zwei Wohnungen vermietet. Eine an seinen Schwiegervater (wo ich denke, dass es dort keinen Mietvertrag gibt) und eine weitere kleinere Wohnung ist auch vermietet.Die Mieteinnahmen schätze ich auf einmal 500 EUR und einmal 350 EUR.
Der Kindesvater hat in diesem Jahr im September neu geheiratet und ist von Steuerklasse I in die Steuerklasse V gegangen (seine neue Frau ist berufstätig und verdient sehr gut) weitere Kinder sind nicht vorhanden.
Wie ist der Kindesunterhalt jetzt zu berechnen? So als würde er weiter in Steuerklasse I sein?Was kann das Kind dafür, dass er aufgrund einer Heirat in eine schlechtere Steuerklasse wechselt? Werden die Schulden/die monatliche Belastung für die Rückzahlung des Hauskredites angerechnet?
Ist es rechtens, dass dem Kindesvater monatlich das Kindergeld hälftig angerechnet wird (ich erhalten von meinem Arbeitgeber das Kindergeld ausgezahlt), obwohl das Kind seit ca. 2 Jahren gar nicht mehr bei ihm ist?

Vielen Dank
MfG
30.12.2012 | 09:21

Antwort

von


284 Bewertungen
Raueneggstr. 41
88212 Ravensburg
Tel: 0751/25971
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.
Wenn der Kindesvater sein wirkliches Nettoeinkommen nicht bekannt gibt, sollte zunächst Auskunft verlangt werden (§ 1605 BGB).

Nach dieser Bestimmung hat Ihr Kind gegenüber dem Vater Anspruch auf Auskunft über sein Einkommen und Vermögen. Über die Höhe der Einkünfte sind auf Verlangen Belege, insbesondere Bescheinigungen des Arbeitgebers, vorzulegen.

Ohne Kenntnis der tatsächlichen Einkünfte ist eine Unterhaltsberechnung nicht möglich.

2.
Eine durch eine Heirat bedingte Änderung der Steuerklasse müssen Unterhaltsberechtigte grundsätzlich hinnehmen.

3.
Wegen des mietfreien Wohnens in einer eigenen Wohnung muss sich der Kindesvater einen WOHNVORTEIL als Einkommen anrechnen lassen.

Dieser Wohnvorteil berechnet sich nach der ersparten Miete abzüglich der anteilig auf die selbst bewohnte Wohnung enfallenden Kreditkosten.

4.
Natürlich sind auch Mieteinnahmen unterhaltsrelevantes Einkommen.

5.
Die hälftige Anrechnung des Kindergeldes auf den Barunterhaltsanspruch ergibt sich aus § 1612 b Abs. 1 BGB.

Danach ist das Kindergeld hälftig anzurechnen, wenn ein Elternteil seine Unterhaltspflicht durch Betreuung des des Kindes erfülllt.

Dies ist bei Ihnen der Fall.

Das Kindergeld soll beiden Eltern gleichmäßig zugute kommen.

Die hälftige Anrechnung des Kindergeldes erfolgt unabhängig davon, ob Umgangskontakte stattfinden oder nicht. Auch der Barunterhaltsanspruch reduziert sich ja nicht durch Umgangskontakte.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen
weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 30.12.2012 | 10:48

Die Frage bzgl. der Steuerklasse des Kindesvaters haben Sie leider nicht konkret beantwortet. Das die Steuerklasse vom Unterhaltsberechtigten hinzunehmen/zu akzeptieren ist, ist mir schon klar. Meine Frage zielte aber auf die Berechnung des Kindesunterhaltes. Wird der Kindesvater bei jetzt Steuerklasse V genauso behandelt, als hätte er, wie vorher, die Steuerklasse I?
Weitere Frage meinerseits war, ob die Schulden für das Haus, in welchem er wohnt und vermietet bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt (nicht nur die selbstbewohnte Wohneinheit, sondern auch die Schulden für die vermieteten Wohnungen).
Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.12.2012 | 11:42

Sehr geehrte Ratsuchende.

Gerne beantworte ich Ihre Nachfragen.

1.
Nochmals zur Verdeutlichung:

Die Änderung der Steuerklasse des Unterhaltspflichtigen infolge Heirat muss der Unterhaltsberechtigte hinnnehmen. Es ist daher nicht möglich, den Unterhaltspflichtigen unterhaltsrechtlich so zu behandeln, als hätte er weiterhin Steuerklasse I.

Bei der Unterhalstberechnung kommt es immer auf die tatsächlich bezahlten Steuern an.

Wenn der Kindesvater in Steuerklasse V hohe Lohnsteuersabzüge hat, führt dies beim Eimkommensteuerbescheid im Allgemeinen zu Steuererstattungen, welche unterhaltsrelevantes Einkommen sind.

2.
Bei Einnahmen aus Vermietung sind nicht "Schulden" als solche zu berückstigen, sondern die tatsächlichen Zahlungen auf die Schulden.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 02.01.2013 | 09:11


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Es wurden alle Fragen und Nachfragen verständlich und mit der erforderlichen Ausführlichkeit beantwortet; auf die gesetzlichen Regelungen wurde hingewiesen. Die negative Bewertung ist nicht nachvollziehbar.
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Reinhard Moosmann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 02.01.2013
2,6/5.0

ANTWORT VON

284 Bewertungen

Raueneggstr. 41
88212 Ravensburg
Tel: 0751/25971
Web:
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Straßenverkehrsrecht, Miet und Pachtrecht, Familienrecht, Erbrecht, Vertragsrecht