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Kindesunterhalt / Berechnung d. Einkommens ü. 11 Monate


19.12.2008 22:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani



Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Frage zum Kindesunterhalt.

Im August dieses Jahres habe ich eine Aufforderung seitens des Jugendamtes erhalten zur Neuberechnung des Kindesunterhaltes. Die Berechnung hat meines Wissens unter Zugrundelegung des gemittelten Einkommens der letzten 12 Monate zu erfolgen.
Ich habe die Sache paar Wochen liegen gelassen und dann die Einkünfte der letzten 13 Monate belegt (Sept. 2007 - Sept. 2008). Da ich deutlich mehr verdiene als bei der letzten Berechnung, werde ich um mehrere Stufen in der Düsseldorfer Tabelle hochgestuft.
Geschickterweise erfolgte die Berechnung des Jugendamtes über den Zwölfmonatszeitraum 10.07 bis 09.08. Da ich im Sept. 07 nur über sehr geringes Einkommen verfügt habe, wäre der gemittelte Betrag für den zwölfmonatigen Zeitraum 09.07 bis 08.08 geringer ausgefallen.
Das Jugendamt fordert mich aufgrund der Berechnung auf, den höheren Betrag zu bezahlen. Gleichzeitig soll ich diesen höheren Betrag auch noch für September 2008 nachträglich zahlen – obwohl hier nur 11 Monate zur Berechnung zu Grunde liegen.
Meine Frage: bin ich verpflichtet, auch noch für einen Monat mehr zu zahlen, für dessen Berechnung lediglich die letzten 11 Monate zugrunde gelegt wurden?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Der Unterhalt wird aufgrund der letzten 12 Abrechnungen ermittelt. Bei Ihnen betrifft dies den Zeitraum 10/07 - 09/08. Die Berechnung des Jugendamtes dürfte somit richtig sein. Soweit auch für den September 08 ein höherer Betrag gefordert wird, ist die Rechtmäßigkeit meines Erachtens streitig. Sie sollten in jedem Falle Widerspruch einlegen und wie vorgetragen begründen. Ob der Widerspruch Aussicht auf Erfolg hat, kann jedoch letztendlich nur aufgrund des konkreten Bescheides geprüft werden. Gerne können Sie mir diesen zur Prüfung zur Verfügung stellen.

Ungeachtet dessen weise ich Sie darauf hin, dass das Jugendamt zunächst eine vom Unterhaltsrecht unabhängige Prüfung und Berechnung vornimmt. Gleichwohl orientiert man sich in der Regel an der Düsseldorfer Tabelle. Ob sich diesbezüglich ein Vorgehen lohnt, kann jedoch ebenfalls nur anhand des Bescheides ermittelt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021
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