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Kindesenzug


| 09.06.2017 22:24 |
Preis: 48,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Zu den Voraussetzungen des Umgangsrecht von nahen Verwandten mit einem Kind sowie der Übertragung der Vormundschaft


Hallo,
Meiner Nichte wurde am 06.06.2017 Ihr 4 Monate altes Kind entzogen.
wollte mal fragen ob ich als Tante Ihr Kind in mein Haushalt aufnehmen könnte.

Meine Nichte und ihr Mann werden durch die Lebenshilfe betreut, Sie sind geistlich nicht in der Lage das Kind aufzuziehen. Ihr Mann kann nicht lesen und richtig scheiben. Ihnen hat man es halbherzig vorgelesen wie ich mitbekommen habe nicht die Sätze zu ende gelesen und gesagt er solle dort Unterscheiben und meiner Nichte wurde es hin geschoben sie solle dort auch Unterschreiben.

Ich muss Ihnen sagen das an diesen Tag etwas komisch abgelaufen ist. Insgesamt 6 Personen haben auf ihr eingeredet die Unterschrift zu machen. Sie hat nur geweint. ich glaube sogar das sie es gar nicht verstanden haben was passierte. vor lauter druck taten sie es.

Mich haben die Jugendamt Mitarbeiter mit der Kleinen in ein anderen Raum gebracht das ich nichts mitbekomme. danach kam die Chefin des Amtes und sagte ich kann wieder reingehen sie Unterschreiben gerade.

jetzt befindet sich die kleine in Meppen (Backhaus Kinder und Jugendschutz) bei einer Profifamilie weil das Jugendamt der Meinung war das es besser ist.

wir wohnen in der Uckermark. es ist ganz schön weit weg. es ist nicht einfach dort hin zu kommen um sie zu Besuchen.
Man sagte ihr sie kann sie besuchen leider wird der Termin ständig verschoben. Ich glaube sogar das sie nicht wollen das wir sie besuchen.
Meiner Nichte versprach man mit den Betreuer dort hin zu fahren, sie zu besuchen leider sagen Sie jetzt. sie können ihr nicht dort hinbringen weil es zu weit ist. beide dürfen auch nicht allein verreisen.

Ich fand es schade das das Jugendamt keinen von der Verwandschaft gefragt hat das Kind aufzunehmen. noch am selben Tag ist es dort hingebracht worden. Die Familie war schon vor Ort um Sie mitzunehmen.

was muss ich tun und versuchen um die Kleine zu bekommen

Mit Freundlichen Grüßen

Corinna
09.06.2017 | 23:38

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach § 1685 Abs. 1 BGB haben Großeltern und Geschwister ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient. Gleiches gilt für enge Bezugspersonen des Kindes, wenn diese für das Kind tatsächliche Verantwortung tragen oder getragen haben (sozial-familiäre Beziehung). Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung ist in der Regel anzunehmen, wenn die Person mit dem Kind in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat (§ 1685 Abs. 2 BGB).

Sie müssten also geltend machen können, dass Sie eine enge Bezugsperson des Kindes sind, die für dieses tatsächliche Verantwortung trägt oder getragen hat. Das Zusammenleben in häuslicher Gemeinschaft ist hierfür nur eine Regelannahme, es ist also keine zwingende Voraussetzung. Ohne ein solches Zusammenleben muss aber das Tragen sozialer Verantwortung anderweitig begründet werden.

Über die Ausübung des Umgangsrechts einer engen Bezugsperson mit dem Kind entscheidet das Familiengericht auf Antrag (§ 1685 Abs. 3 BGB, § 1684 Abs. 2 BGB).

Entzieht das Familiengericht den leiblichen Eltern das Sorgerecht, dann ordnet es eine Vormundschaft an. Grundsätzlich ist als Vormund zu berufen, wer von den Eltern des Kindes als Vormund benannt ist. Überträgt das Familiengericht die Vormundschaft nicht einen von den Eltern Berufenen, hat es nach Anhörung des Jugendamtes einen Vormund auszuwählen.

Das Familiengericht soll eine Person auswählen, die nach ihren persönlichen Verhältnissen und ihrer Vermögenslage sowie nach den sonstigen Umständen zur Führung der Vormundschaft geeignet ist. Bei der Auswahl sind der mutmaßliche Wille der Eltern, die persönlichen Bindungen des Kindes, die Verwandtschaft oder Schwägerschaft des Kindes sowie das religiöse Bekenntnis des Kindes zu berücksichtigen. Das Familiengericht soll bei der Auswahl des Vormundes Verwandte des Kindes hören, wenn dies ohne erhebliche Verzögerungen oder unverhältnismäßige Kosten geschehen kann.

Sie müssten beim Familiengericht beantragen, Sie zum Vormund zu bestellen und Ihnen das Sorgerecht für das Kind zu übertragen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Carsten Neumann

Bewertung des Fragestellers 12.06.2017 | 14:01


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