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Kindergeldanspruch bei Auszug des Kindes


29.07.2017 12:28 |
Preis: 25,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Zusammenfassung: Lebt ein kindergeldrechtlich berücksichtigungsfähiges Kind außerhalb der elterlichen Wohnung, steht das Kindergeld in erster Linie demjenigen zu, der dem Kind Barunterhalt leistet. In Sonderfällen kan die Familienkasse das Kindergeld an das Kind selbst auszahlen.


Guten Tag,

Mein Sohn (17) ist in seine erste eigene Wohnung gezogen. Ich zahle ihm Unterhalt und meine Frage ist, ob ich den vollen Kindergeldbeitrag an meinen Sohn weiterleiten muss. Der Vater zahlt keinen Unterhalt und mein Sohn hat Leistungen vom Arbeitsamt beantragt (Berufsförderung, er fängt zum 1.8. seine Ausbildung an)
Gerne möchte ich meinen Sohn unterstützen, möchte nur die rechtliche Seite wissen, da er noch nicht Volljährig ist.

Besten Dank im Voraus.

Freundliche Grüße
29.07.2017 | 14:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Anspruch auf Kindergeld ergibt sich aus den §§ 62 ff. des Einkommensteuergesetzes (EStG).

Ihr Sohn ist ein berücksichtigungsfähiges Kind nach § 63 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 2 i.V.m. § 32 Abs. 3 und 4 EStG. Solange Ihr Sohn noch nicht volljährig ist, gilt das ohne Einschränkung. Wenn Ihr Sohn dann 18 geworden ist, kommt es für die weitere Berücksichtigungsfähigkeit darauf an, ob er arbeitslos und bei der Agentur für Arbeit als Arbeitsuchender gemeldet ist (bis 21 Jahre) oder eine Berufsausbildung macht (bis 25 Jahre).

Da Ihr Sohn nicht mehr in Ihrem Haushalt lebt, wird das Kindergeld an Sie (und nicht etwa an den Vater des Kindes) ausgezahlt, weil Sie dem Kind den Barunterhalt zahlen (§ 64 Abs. 3 Satz 1 EStG). An Ihren Sohn könnte das Kindergeld von der Familienkasse nur gezahlt werden, wenn Sie Ihrer gesetzlichen Unterhaltspflicht nicht nachkommen oder den Unterhaltsanspruch nicht voll abdecken können (§ 74 Abs. 1 EStG).

Sie müssen das Kindergeld also nicht an Ihren Sohn weiterleiten. Nach der gesetzgeberischen Konzeption steht es grundsätzlich den Eltern zu. Sie erfüllen Ihre Pflicht, wenn Sie Ihrem Sohn den geschuldeten Unterhalt zahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Gero Geißlreiter

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