Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
476.375
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kindergeld - Abziehbarkeit von freiwilligen Krankenversicherungsbeiträgen


27.12.2008 16:01 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani



Unser Sohn ist seit dem 01.02.2007 als Lehramtsanwärter beschäftigt u. dadurch im Beamtenstatus. Ihm wird von seinem Gehalt keine Sozialversicherung einbehalten.
Er hat sich bei der BEK freiwillig kranken- u. pflegeversichert.
Wir haben jetzt rückwirkend einen Antrag auf Kindergeld für 2007 gestellt, da er erhöhte Werbungskosten nachweisen kann und sind vom Abzug der Kranken- u. Pflegeversicherungsbeiträge ausgegangen. Die Familienkasse hat aber diese Krankenversicherungsbeiträge bei der Ermitttlung der Einkünfte nicht berücksichtigt und den Kindergeldantrag abgelehnt.
Hat es Sinn, Einspruch einzulegen und in welcher Form sollte dies geschehen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:


§ 2 Abs.2 des Bundeskindergeldgesetzes besagt, dass ein volljähriges Kind nur berücksichtigt wird, wenn es Einkünfte und Bezüge, die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind, von nicht mehr als 7.680 Euro im Kalenderjahr hat. Dabei ist das Bruttoeinkommen maßgeblich. Einzelne Posten wie Werbungskosten können abgesetzt werden. Vorsorgeaufwendungen wie z.B. Krankenversicherung, Renten- und Pflegeversicherung sowie private Versicherungen etc. sind dagegen nicht abzugsfähig. Gleichwohl sollten in jedem Falle vorsorglich Widerspruch einlegen. Dies muss schriftlich erfolgen, wobei Sie den Zugang im Zweifel nachweisen müssen. Ich empfehle Ihnen deswegen, den Widerspruch entweder per Telefax mit Sendebericht oder per Einschreiben/Rückschein einzulegen. Beachten Sie bitte, dass der Widerspruch binnen eines Monats bei der Familienkasse eingegangen sein muss. Ob die Berechnung der Familienkasse letztendlich unrichtig und damit anfechtbar ist, kann indes nur anhand des Bescheides geprüft werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021
Ergänzung vom Anwalt 27.12.2008 | 17:37

Ich möchte meine Antwort dahingehend ergänzen, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Beiträge gleichwohl in Abzug zu bringen sind. Allerdings muss auch diesbezüglich der Bescheid geprüft werden um feststellen zu können, ob die Rechtsprechung des Bundesverfassungsbericht aus dem Jahr 2005 anwendbar ist. Das Gericht hatte entschieden, dass die vom Arbeitgeber einbehaltenen Arbeitnehmerbeiträge des Kindes zur Sozialversicherung von den Einkünften abzuziehen sind, weil sie für den Unterhalt des Kindes nicht zur Verfügung stehen und deshalb nicht zu einer finanziellen Entlastung der unterhaltsverpflichteten Eltern führen können. Problematisch ist in Ihrem Falle, dass keine Sozialversicherungsbeiträge einbehalten werden. Folglich ist die vorgenannte Rechtsprechung vermutlich nicht anwendbar.

Ich empfehle Ihnen, ggf. den Bescheid von einem Kollegen prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59201 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in kürzester Zeit zufriedenstellend beantwortet. Eine Nachfrage meinerseits wurde ebenfalls schnell und in mir verständlicher Sprache ausschöpfend beantwortet. Ich habe als Nichtjurist den Eindruck dass man ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die klare, schnelle Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Kurz pregnant auf den Punkt. So soll es sein. ...
FRAGESTELLER