Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.814
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kenntnislücken im Arbeitszeugnis


09.11.2008 14:28 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Ich habe einer Mitarbeiterin innerhalb der vereinbarten Probezeit von 6 Monaten fristgerecht gekündigt.Sie hatte Kenntnislücken,die sie, bedingt, durch eine vorausgegangene berufsfremde Tätigkeit von 5 Jahren,nicht schließen konnte.Das habe ich ihr im Abschlußgespräch als Kündigungsgrund genannt.Jetzt verlangt die Mitarbeiterin,vertreten durch einen RA,daß ich das Zeugnis nach einer Vorlage vom RA wie folgt ändern soll.1.Alle Detailleistungsbeschreibungen sollen meiner gegebenen Gesamtnote"stets zu meiner vollen Zufriedenheit" angepaßt werden,meist durch Zusätze wie "sehr" u".immer".2.Ich soll betriebsbedingte Kündigung schreiben.(Ich habe im Zeugnis keinen Kündigungsgrund angegeben.)u. 3.daß ich ihr Ausscheiden bedaure.
Muß ich das mir vorgelegte Zeugnis ganz oder teilweise übernehmen?
Besonders die Aussage "betriebsbedingte Kündigung" möchte ich vermeiden und welche Folgen kann das dann unwahre Zeugnis
für mich haben?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,


der gewünschte Zusatz ("stets zu meiner vollen Zufriedenheit") würde der Schulnote "2" entsprechen und diese Tatsache ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung schlichtweg unwahr.

Dann jedoch könnten Sie sich gegenüber neuen Arbeitgebern, die die Mitarbeiterin aufgrund dieser Bewertung einstellen, jeweils schadensersatzpflichtig machen.

Denn das Zeugnis muss zwar wohlwollend abgefasst werden und darf keine versteckten Klauseln und Floskeln enthalten; aber, es muss der Wahrheit entsprechen und wesentliche Tatsachen (NICHT aber zum Kündigungsgrund) enthalten, die für die Gesamtbeurteilung wichtig sind.

Und gegen diese Wahrheitspflicht würden Sie bei Übernahme des Textes, auch hinsichtlich des Kündigungsgrundes und der Schlussfloskel dann verstoßen, so dass die Gefahr der Schadensersatzansprüche dann durchaus ernsthaft besteht..

Daher sollten Sie den Entwurf nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung so keinesfalls übernehmen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58398 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Trotz für mich ungünstiger Prognose war die Antwort sehr hilfreich und verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach Spitze! Sehr kompetent... Immer wieder...! ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Vielen Dank für Ihre Einschätzung meiner Situation. Ihre Beurteilung hat mir sehr geholfen. Der Vermieter (Wohngenossenschaft) ist stark zurück gerudert. Wir entfernen nur noch Tapteten in einem Raum anstatt in 3 Räumen :-) ...
FRAGESTELLER