Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
474.724
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kein Rechtsschutz für Rechtsstreit zu einem Immobilien-Kaufvertrag?


| 31.08.2017 19:36 |
Preis: 30,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von



In Grund der gesetzlichen Erbfolge wurde ich im Jahr 1997 25%-Eigentümer meines Elternhauses.
Darin habe ich selbst seit Geburt bis 1997 gewohnt.
Das Haus wurde weiterhin von meiner Mutter bis zum Verkauf im Jahr 2013 bewohnt.

Im Jahr 2016 forderten die neuen Eigentümer per anwaltlichen Schreiben eine Rückabwicklung des Kaufvertrages oder eine Entschädigung, die sie mit verschiedenen Mängeln an der Immobilie begründeten.
Wir -die Erbengemeinschaft- konsultierten daraufhin einen Anwalt, der bei der Versicherung meiner Mutter (HUK Coburg) und meiner Versicherung (LVM) Rechtsschutz anforderte.

Die LVM lehnte die Übernahme mit folgender Begründung ab:
"...gemäß §3 Abs.1d ARB2011 ... besteht Versicherungsschutz nicht für die Wahrnehmung rechtlicher Interessen in ursächlichem Zusammenhang mit der Veräußerung eines vom Versicherungsnehmer oder mitversicherten Personen nicht selbst zu Wohnzwecken genutzten Gebäudes oder Gebäudeteiles.
Die von Ihnen geschilderte Angelegenheit fällt u.E. unter diesen zwingenden Risikoausschluss, da der Kunde zum Zeitpunkt des Streits, insbesondere seit 1998 nicht mehr in dem Objekt wohnte".

Die Ablehnung ist für mich unverständlich, weil
- ich das Gebäude nie anders als zu Wohnzwecken nutzte
- die Begründung, dass ich zum Zeitpunkt des Streits nicht mehr im Objekt wohnte, nicht explizit in den AGBs als Ausschlusskriterium genannt wird.
- die HUK Coburg (Versicherung meiner Mutter), deren AGBs einen nahezu identischen Paragrafen zum Risikoausschluß bei nicht selbst zu Wohnzwecken genutzten Gebäuden enthält, den Rechtsschutz anstandslos übernommen hat, obwohl meine Mutter zum Zeitpunkt des Streits natürlich ebenfalls nicht mehr im Haus wohnte.

Der Rechtsstreit wurde in einer Güteverhandlung mit einer relativ geringen Entschädigungszahlung von unserer Seite abgeschlossen. Da ich aber mit erheblichen Anwalts- und Gerichtskosten (Streitwert = Hauswert) konfrontiert bin, meine Frage:

Ist die Begründung der LVM rechtssicher oder kann sie angefochten werden?
Welche Schritte würden Sie bei einer Anfechtung empfehlen?

Mit freundlichen Grüßen
M. Fischer

01.09.2017 | 14:37

Antwort

von


159 Bewertungen
Hauptstraße 3
64665 Alsbach-Hähnlein
Tel: 06257-506060
Tel: 01608266505
Web: www.kanzlei-diefenbach.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Im Unterschied zu Ihrer Mutter wohnen Sie seit längerem (1998) nicht mehr in dem Gebäude, so dass dies der Grund der unterschiedlichen Beurteilung sein dürfte.
Auch wenn es Ihrer Meinung nach nicht explizit in den AGB ( hier ARB) steht, so ergibt sich dies grundsätzlich aus Ihrem Versicherungsvertrag, dass immer der Zeitpunkt der Entstehung des Streitfalls der maßgebliche Zeitpunkt ist. Bei der Rückabwicklung dürfte daher der maßgebende Zeitpunkt der Kaufvertragsschluss gewesen sein, so dass Ihre Mutter solange ja schon noch im Haus gewohnt hat.

Soweit die rechtliche Einschätzung.

Nichtsdestotrotz können Sie die Entscheidung der Rechtschutzversicherung versuchen anzugehen. Sie sind ja anwaltlich vertreten, so dass Ihr Anwalt hiergegen nochmal vorgehen kann. Er kennt ja auch die Einzelheiten des Falles genau. Es kommt hier darauf an. Manche Anwälte erledigen dies kulanzalber mit, andere rechnen es als Extra-Fall ab.

Manchmal ist es auch so, dass Rechtschutzversicherungen kulanzhalber zumindest einen Teilbetrag zahlen, wenn man nicht gleich aufgibt.
Zu prüfen wäre auch, inwieweit Sie möglicherweise noch als Angehöriger unter die RSV Ihrer Mutter fallen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 01.09.2017 | 17:23


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnell, kompetent und verständlich beantwortet."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Brigitte Draudt »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 01.09.2017
4,6/5.0

Schnell, kompetent und verständlich beantwortet.


ANTWORT VON

159 Bewertungen

Hauptstraße 3
64665 Alsbach-Hähnlein
Tel: 06257-506060
Tel: 01608266505
Web: www.kanzlei-diefenbach.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Strafrecht, Verwaltungsrecht, Arbeitsrecht, Versicherungsrecht, Baurecht, Immobilienrecht, Schadensersatzrecht, Miet und Pachtrecht, Verkehrsrecht