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Kaution für Mietverhältniss


11.12.2014 18:50 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Einbehalt der Mietkaution für Nebenkostennachforderung nur zulässig, soweit angemessen.


Meine Tochter ist im Januar in einer WG gezogen . Als Vermieter ist eine Mitbewohner im Mietvertrag eingetragen . Es wurde eine Kaution von 388€ gezahlt .Nun ist sie nach 11 Monaten ausgezogen . Wohnungsabnahme wurde ohne Mängel abgenommen . Nun will die Vermieterin die im Mietvertrag steht nur 180€ Kaution zurück zahlen weil noch die Nebenkostenabbrechnung anstehen im nächsten Jahr . Mein Rechtsverständniss ist aber so das sie mindesten 300€ zurück bekommen müsste weil Strom kosten und Heizung keine 200€ veranschlagen werden . Ausserdem ist es nicht so das der Vermieter dar legen muss Detailiert wie der Verbrauch war in der Zeit des Mietverhältnisses?Wie ist die Rechtslage ?

Einsatz editiert am 11.12.2014 18:58:58
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:

Für die Rückzahlung der Kaution nach Beendigung des Mietverhältnisses steht dem Vermieter vom Grundsatz immer eine Frist von 3 – 6 Monaten zu.

Die Kaution hat auch die Funktion Ansprüche aus der Nebenkostenabrechnung abzusichern
Daher kann bei ausstehender Nebenkostenabrechnung ein angemessener Teil der Kaution sogar bis zu 12 Monate zurückbehalten werden.

Die Angemessenheit richtet sich nach den zu erwartenden anteiligen Nebekostennachzahlungen und kann auf Basis der Vorjahreswerte ermittelt werden. Vereinzelt wird die Summe von 3 – 4 monatlichen Vorauszahlungsbeträgen als angemessen angesehen.

Geht er einbehaltene Teil der Kaution darüber hinaus, kann der überschüssige Anteil sofort von der Vermieterin zurückgefordert werden.




Ich hoffe, Ihnen eine rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Für Rückfragen stehe ich Ihnen ab morgen früh wieder zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.12.2014 | 20:06

Es gibt ja keine vorherige Jahresabrechnung weil die Vermieterin und die andere Mitbewohnerin auch erst im Dezember 2013 eingezogen sind also ein Monat früher . Woher wollen die dann wissen wie hoch die Nebenkostenabrechnung ist ? Zumal meine Tochter nur 11Monate zeitweise da gewohnt hat .

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.12.2014 | 10:26

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gern wie folgt:

In diesem Fall sollten der Wert von 3 – 4 monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen herangezogen werden.

Alternativ könnte beim Haupt-Vermieter angefragt werden, welche Nachzahlungen für die Wohneinheit im Vorjahr angefallen sind und diese auf die Mieter der WG umlegen, um einen realistischen Näherungswert zu erhalten.


Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage hiermit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

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