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Kaufpreis für Haus nicht komplett bezahlt


04.10.2004 10:52 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe in 2000 ein Haus vom Bauträger gekauft.
Dieser hat mich schriftlich aufgefordert, im Juni 2000 DM 180.000,-, im Juli 2000 DM 160.000 und bei endgültiger Fertigstellung DM 20.000 zu bezahlen.
Die ersten DM 180.000 habe ich überwiesen. Doch auf meine Anrufe bzgl. Restmängelbeseitigung (Umfang der Mängel ca. 1000 EUR) reagierte der Verkäufer nicht.
Daraufhin habe ich dem Verkäufer per normalem Brief mitgeteilt, dass ich erst bei Beginn der Restmängelbeseitigung DM 157.400 bezahle, bei Abschluss der Restmängelbeseitigung DM 10.000 bezahle und - wegen der unzuverlässigen Restmängelbeseitigung - erst nach Ablauf der fünf Jahresfrist für Gewährleistung im Mai 2005 (5 Jahre nach Abnahmetermin) DM 12.600 (3,5% des Kaufpreises) bezahle.
Unglaublicherweise hat sich der Verkäufer bis heute nicht gemeldet. Den grössten Mangel habe ich selber beseitigt, mit den anderen kann man leben.
Im Grundbuch steht eine Auflassungsvormerkung. Im Kaufvertrag vereinbart ist, dass bei Verzug von Raten, ein Zins von 4 Prozent über dem Basiszins der EZB zu entrichten ist.

1. Wann verjähren die Ansprüche des Verkäufers ?
2. Stehen dem Verkäufer hier - trotz meines Briefes - Verzugszinsen zu ?
3. Was raten Sie mir, mein Ziel ist die Eintragung ins Grundbuch.
04.10.2004 | 11:57

Antwort

von


2 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre drei Fragen können umfassend lediglich dann beantwortet werden, wenn der komplette Sachverhalt, insbesondere der notarielle Kaufvertrag bekannt ist.

Aus Ihren Schilderungen entnehme ich, dass Sie ein Hausgrundstück gekauft haben, bei dem der Bauträger noch gewisse Bauleistungen erbringen mußte. Insofern müßte bei dem Vertrag die Makler- und Bauträgerverordnung Anwendung finden, was zur Folge hat, dass die Ratenzahlungen entsprechend dem Baufortschritt zu zahlen sind.

Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre.

Ob bereits eine Verjährung eingetreten ist, kann jedoch von mehreren Faktoren abhängen: Der Anspruch der Gegenseite aus dem Notarvertrag könnte bereits ein Titel sein, wenn Sie sich der sofortigen Zwangsvollstreckung unterworfen haben, so dass die Verjährungsfrist 30 Jahre beträgt. Gegebenenfalls sind die Ansprüche der Gegenseite noch gar nicht fällig geworden, so dass ebenfalls noch keine Verjährung eingetreten wäre.

Ob die Gegenseite Ansprüche auf Verzugszinsen hat, hängt davon ab, ob die Forderung bereits zur Zahlung fällig war und Sie in Verzug gesetzt worden sind. Dies kann ich jedoch nur beurteilen, wenn Sie mir den notariellen Kaufvertrag und den gesamten Sachverhalt mitteilen.

Die Eintragung ins Grundbuch ist für Sie von entscheidender Bedeutung. Hierfür dürfte noch eine sogenannte Auflassung erforderlich sein. Insofern wäre es sinnvoll mit der Gegenseite in Verhandlungen zu treten, um ein schnelle und einvernehmliche Regelung der Angelegenheit zu erzielen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben. Eine vollständige Beantwortung Ihrer Fragen ist nur möglich, wenn mir der gesamte, recht komplexe Sachverhalt mitgeteilt wird.

Für eine weitergehende Auskunft stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

MfG

Michael Wieck
Rechtsanwalt


Anwaltskanzlei
Wieck Zimmermann & Koll.
Lavesstr. 79
30159 Hannover

Tel.: 0511-3577106
Fax: 0511-35771071
e-mail: wieck@wieck-zimmermann.de


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