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Kauf eines Gebrauchtwagen


14.07.2004 16:48 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag ,

Ich habe im Januar 2004 mir Einen Gebrauchtwagen gekauft.
Nach ca. 1Monat hatte dieser Zündaussetzer dies wurde in einer Fachwerkstatt repariert was mit 1600 EUr zu Buche Schlug.
In meinem Kaufvertrag steht das Ich 12 Monate Gewährleistung habe.
Jedoch sollte Ich den Schaden selber bezahlen.
Am 12.06.04 war ich wiederrum in der Werkstatt um ein Geräusch am Getriebe untersuchen zu lassen , es wurde festgestellt das , das Getriebe nicht mehr in Ordnung ist.
Ich Habe meinen Händler immer informiert das am Auto was defekt ist.Dennoch sagte Er mir zu , das Er den Schaden nicht übernehmen könne.
Meine Frage lautet : warum habe ich eine Gewährleistung?
Das Auto ist am 21.07.04 ein halbes Jahr in meiem Besitz
14.07.2004 | 17:56

Antwort

von


9 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

wird Ihnen ein mangelhaften Wagen verkauft und übergeben, haben Sie gegenüber dem Verkäufer zunächst einen Nacherfüllungsanspruch (Anspruch auf Mangelbeseitigung oder Lieferung eines mangelfreien Wagens) gegen den Verkäufer. Wird dieser nicht geleistet, so haben Sie einen Anspruch auf Ersatz des Ihnen entstandenen Vermögensschadens.

Um vom Vertrag zurücktreten (=den Kauf rückgängig machen) zu können, müssen Sie jedoch zunächst eine angemessene Frist zur Nacherfüllung gesetzt haben.

Sofern dies von Ihnen hinsichtlich des neuen Schadens nicht durchgeführt worden ist, sollten Sie umgehend schriftlich eine solche Frist setzen.

Sie sollten für eine Nachweismöglichkeit der Fristsetzung Sorge tragen und das Schreiben per Einwurfeinschreiben versenden.

Ihren Schilderungen ist zu entnehmen, dass Sie den Wagen von einem Gebrauchtwagenhändler und nicht von einer Privatperson gekauft haben.
In diesem Fall gilt eine für Sie günstige Beweislastverteilung:
Da in Ihrem Fall die Mängel innerhalb der ersten 6 Monate seit Übergabe des Wagens aufgetreten sind, müsste der Verkäufer im Streitfall beweisen, dass die Mängel nicht bereits bei Übergabe des Wagens vorhanden waren (§ 476 BGB).

Hätten Sie den Wagen von einem privaten Verkäufer erworben, müssten Sie beweisen, dass der Wagen bereits bei Übergabe mangelhaft war (dies würde gegebenenfalls durch ein Sachverständigengutachten ermittelt werden).

Ihre Chancen Ihre Gewährleistungsrechte durchzusetzen stehen daher gut.

Ich hoffe, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Falk Brorsen

Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 14.07.2004 | 19:03

Ich habe ja schon 3 X mit dem Händler gesprochen und habe Ihn am 12.07.04 telefonisch den Schaden mitgeteilt und Er sagte umgehend das Er die Rechnung nicht übernhmen werde.
Wie lange habe Ich Zeit ihm die Frist zu setzen?
Fahre nämlich in den Urlaub.
Reicht es wenn Er sie bis nächste Woche bekommt so am 21.07.04 bekommt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.07.2004 | 09:16


Guten Tag,

die Nachfrist können Sie problemlos auch jetzt noch setzen. Angemessen ist eine Frist von 2 Wochen ab Zugang des Schreibens beim Händler.
Sofern der Händler sich bisher ausdrücklich geweigert hat, seinen Verpflichtungen nachzukommen, wäre eigentlich eine Fristsetzung gem. §§ 440, 281, 323 BGB sogar entbehrlich und Sie könnten sofort zurücktreten oder Schadensersatz verlangen. Da Sie sich bisher ausschließlich mündlich mit dem Händler auseinandergesetzt haben, ist möglicherweise eine Beweismöglichkeit der Verweigerung der Nacherfüllung nicht gegeben (es sei denn, Ihnen stehen Zeugen für die Ablehnung zur Verfügung).

Fazit: Haben Sie Zeugen für die Ablehnung der Nacherfüllung können Sie sofort zurücktreten oder Schadensersatz (dies ist insbesondere im Hinblick auf die erste Reparatur, die Sie ja bereits bezahlt haben von Belang) verlangen.
Stehen Ihnen keine Zeugen für die Ablehnung durch den Händler zur Verfügung sollten Sie

- entweder per Einwurfeinschreiben die Sachlage nochmals schildern und den Händler unter Fristsetzung von 2 Wochen zur Nacherfüllung (=Mangelbeseitigung) auffordern,
- oder den Händler unter Mitnahme von Zeugen nochmals aufsuchen, die Mängel schildern und Nacherfüllung verlangen.

Sie haben dann eine Nachweismöglichkeit, um Ihre Gewährleistungsrechte durchzusetzen.

Bestreitet der Händler im möglicherweise nachfolgenden Rechtsstreit, dass die Mängel bereits bei Übergabe an Sie vorhanden waren, müsste er dies beweisen. In diesem Fall würde ein Sachverständigengutachten darüber erstellt, ob die Mängel bereits ursprünglich vorhanden waren. Das Ergebnis dieses Gutachtens wäre für den Ausgang des Verfahrens maßgeblich.

Ich hoffe Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Falk Brorsen
Rechtsanwalt

Rechtsanwaltskanzlei Brorsen
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen

Tel.: 0551 – 507 666 90
Fax: 0551 – 507 666 91

brorsen@goettingen-recht.de
www.goettingen-recht.de


ANTWORT VON

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