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Kann eine Frau einen Mann zum Vaterschaftstest zwingen?


| 07.11.2014 19:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag!

hätte da gerne mal eine Antwort auf die frage zu einem Vaterschaftest?

Frage1:
Kann eine Frau,nach ca. 11 Jahren einen Mann zu einem Vaterschaftest zwingen,weil Sie behauptet der Vater Ihrer Tochter zusein???

Frage2. Abwann könnte das Kind seinen angeblichen Vater zu einem Vaterschaftstest zwingen?Langt da einfach die Behauptung von der Mutter,das dieser Mann der Vater der Tochter ist?Nach 11 Jahren??

Frage3: Kann man nach 11 Jahren den Vaterschaftest ablehnen oder verweigern?
07.11.2014 | 20:16

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Kann eine Frau,nach ca. 11 Jahren einen Mann zu einem Vaterschaftest zwingen,weil Sie behauptet der Vater Ihrer Tochter zusein???

Wenn bisher keine Vaterschaft im Rechtssinne für das Kind besteht, ist die Vaterschaftsfeststellung noch immer möglich. Deshalb besteht im Rahmen eines Vaterschaftsfeststellungsverfahrens auch die Möglichkeit, einen Vaterschaftstest durchführen zu lassen.


Frage2. Abwann könnte das Kind seinen angeblichen Vater zu einem Vaterschaftstest zwingen?Langt da einfach die Behauptung von der Mutter,das dieser Mann der Vater der Tochter ist?Nach 11 Jahren??

Auch das Kind ist berechtigt, die Vaterschaft feststellen zu lassen. Hierfür gibt es keinen zeitlichen Ausschluss. Solange das Kind minderjährig ist, wird es durch die Mutter vertreten. Ggf. bestellt das Gericht für das Kind einen Verfahrensbeistand. Die Behauptung der Mutter, ein bestimmter Mann komme als Vater in Frage, reicht, um der Frage durch ein Abstammungsgutachten nachzugehen.


Frage3: Kann man nach 11 Jahren den Vaterschaftest ablehnen oder verweigern?

Nein. Wenn das Kind keinen Vater im Rechtssinne hat, ist eine Vaterschaftfestellung per Gericht möglich. Dann würde ein entsprechendes Gutachten zur Klärung der Abstammung vom Gericht angeordnet.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2014 | 17:15

Nachfrage!!!

Bin ich gesetzlich verpflichtet, diese Behauptung mit einem Vaterschaftest zu wiederlegen? Wenn ja, und ich dieses nicht tue mache ich mich Strafbar wegen § 170 ????

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.11.2014 | 17:33

Sehr geehrter Fragesteller,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Im Rahmen einer Vaterschaftsfeststellungsklage genügt die Behauptung der Mutter, Sie hätten mit Ihr in der gesetzlichen Empfängniszeit sexuell verkehrt. Dann wird ein Richter das Abstammungsgutachten per Beweisbeschluss anordnen. Sie werden sich nach meinem Dafürhalten einer solchen Anordnung nicht entziehen können.

Sie müssen nicht beweisen, dass Sie nicht der Vater sind. Die Mutter hingegen muss den Beweis erbringen, dass Sie der Vater sind. Über einen Beweisbeschluss, der ein Gutachten anordnet, könnte ihr dies gelingen, falls das Kind tatsächlich von ihnen abstammt.

Für die Unterhaltspflicht muss die Vaterschaft erst einmal rechtlich verbindlich feststehen. Erst wenn eine Vaterschaftsfeststellungsklage zum Erfolg geführt hat, kommt eine Strafbarkeit wegen Verletzung der Unterhaltspflicht (§ 170 StGB) in Betracht. Voraussetzung neben der Nichtzahlung des Unterhalts ist aber immer, dass Sie zu Zahlungen in der Lage sind, dass also Leistungsfähigkeit besteht.


Ich hoffe, Ihre Nachfrage damit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende.



Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf


Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 07.11.2014 | 20:32


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