Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
454.965
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kann ein vereinbarter Unterhaltsverzicht angefochten werden?


| 10.08.2006 14:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag, meine Frage bezieht sich auf den nachehelichen Unterhalt bei notariell beglaubigtem Unterhaltsverzicht. Mein Mann ist seit Dez vergangenen Jahres rechtskräftig geschieden. es wurde nachehelicher Unterhaltsverzicht vereinbart. Seine Frau wurde mit 24.000 € abgefunden. Kinder gingen aus dieser Ehe nicht hervor. Ehedauer a. 7 Jahre. Des Weiteren wurde ein Haus angeschafft, dass noch mit 100.000 € belastet ist. Seine Ex-Frau ist der Meinung, dass ihr mehr Geld zusteht und will den Verzicht anfechten. Wie sind ihre Chancen? Wir sind seit Dez. letzten Jahres verheiratet. Mit uns im Haushalt leben 2 Kinder aus meiner ersten Ehe, für die ich keinen Unterhalt bekomme.
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
MfG
princessa1967
10.08.2006 | 14:49

Antwort

von


289 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Gemäß § 1585c BGB können Ehegatten hinsichtlich der Unterhaltspflicht für die Zeit nach der Scheidung Vereinbarungen treffen, es kann also beispielsweise ein Unterhaltsverzicht erklärt werden. Dieser kann allerdings unter bestimmten Umständen unwirksam sein, insbesondere dann, wenn sich aus den Gesamtumständen ergibt, dass der Verzichtende vom anderen Ehepartner unter Druck gesetzt wurde, arglistig getäuscht wurde oder einfach dessen Unterlegenheit ausgenutzt wurde, um den Verzicht herbeizuführen. Außerdem kann eine Unwirksamkeit vorliegen, wenn der Verzicht objektiv erkennbar dazu führen musste, dass die frühere Ehefrau von staatlichen Sozialleistungen abhängig würde. Nur dann, wenn derartige Umstände im Fall Ihres Ehemannes vorliegen - was die frühere Ehefrau darlegen und beweisen müsste - , hat seine frühere Ehefrau Aussichten, den Unterhaltsverzicht aus der Welt schaffen zu können. Ansonsten ist sie an den Unterhaltsverzicht gebunden und kann ihn nicht anfechten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Hilfe geben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)


Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2006 | 14:59

Genau das behauptet sie. Sie sei von im gezwungen worden und will jetzt vor Gericht gehen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass wir seit 3 Jahren von ihr gestalkt und neuerdings auch bedroht werden und dass sie in Ö lebt. Zum Zeitpunkt der Scheidung sagte sie vor Gericht aus, dass sie wieder arbeitet und hat auch keine Rechtsmittel gegen die Scheidung eingelegt.Hoffe, dass meine Nachfrage den Rahmen hier nicht sprengt.
Mfg
princessa1967

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.08.2006 | 15:08

Es obliegt der früheren Ehefrau nachzuweisen, dass das, was sie behauptet, richtig ist. Wenn sie nicht beweisen kann, dass sie gezwungen wurde, den Verzicht zu erklären, muss sie sich an dem Verzicht festhalten lassen. Ihr Ehemann soll daher erst einmal abwarten, mit welchen Argumenten sie auffährt; derzeit sollte er am besten - sofern er tatsächlich im Recht ist - lediglich bestreiten, dass ein Zwang vorlag. Wie gesagt muss die Ex-Ehefrau beweisen, dass sie gezwungen wurde, nicht Ihr Mann muss beweisen, dass es keinen Zwang gab. Daher ist Ihr Ehemann zunächst einmal in der günstigeren Position.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich sage vielen Dank. Die Antwort hat mir sehr geholfen und lässt mich wieder etwas optimistischer in die Zukunft blicken.
MfG "
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Jana Laurentius »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
5/5.0

Ich sage vielen Dank. Die Antwort hat mir sehr geholfen und lässt mich wieder etwas optimistischer in die Zukunft blicken.
MfG


ANTWORT VON

Bonn

289 Bewertungen
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Verwaltungsrecht, Familienrecht, Sozialrecht, Steuerrecht