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Kann Erbvertrag das testament ändern?


26.12.2004 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
am Mai 2003 starb mein Vater.
Meine Eltern haben sich gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt.
Beim Tod des zuletzt Verstorbenen bestimmten sie uns als Kinder, meinen jüngeren Bruder und mich als Erben.
Mein Bruder soll das Grundstück mit Haus und ich einen Pflichtteil, ausgezahlt in Raten innerhalb 10 Jahren bekommen.
Mein Bruder ist oft ohne Arbeit und hat kein Vermögen.
Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern, habe viel geholfen und war immer für die Eltern da.
Für mich kam der Inhalt des Testaments sehr überraschend und enttäuschend.
Es ist ungerecht, und nach einer Aussprache mit meiner Mutter möchte sie es jetzt ändern.
Für mich kommt aber nur ein Erbvertrag in Frage, da ich ihr nicht mehr vertrauen kann.
Ich bin bereit meinem Bruder 5 % mehr einzuräumen, da er in der Nähe wohnt und des Öfteren Hilfeleistungen tätigt.
Meine Frage, kann der Erbvertrag so lauten?

Hiermit verfüge ich, daß nach meinem Ableben mein Sohn das Haus mit Grundstück unter der Bedingung erbt, er verlegt seinen Wohnsitz in sein Elternhaus.
Meine Tochter bekommt vom gesamten geschätzten Vermögen 45 %, die mein Sohn an ihr auszuzahlen hat.
Sollte das Haus verkauft werden, so erbt jedes Kind zur Hälfte.

Was sollte man evtl. noch berücksichtigen.
Über weitere Ratschläge im Voraus vielen Dank.

M. f. G.

Guten Abend,

bevor Sie sich mit den Einzelheiten des beabsichtigten Erbvertrages befassen, müßten Sie klären, ob Ihre Mutter überhaupt hinsichtlich der im gemeinsamen Testament festgelegten Erbfolge verfügungsberechtigt ist.
Nach dem BGB gilt hierfür der Grundsatz, daß einseitige Verfügungen des überlebenden Ehegatten nicht möglich sind. Dies gilt nur dann nicht, wenn die freie Verfügungsbefugnis auch nach dem Ableben des Erstversterbenden ausdrücklich in der gemeinsamen Verfügung gestattet sind. Dies müßten Sie zunächst klären, da ansonsten Ihre Mutter nicht mehr die Erbfolge abändern kann. Denkbar wären dann allein Verfügungen über die Erbmasse noch zu Lebzeiten.

Wenn eine Verfügungsfreiheit besteht, sind Sie bei der Gestaltung der beabsichtigten Erbregelung völlig frei. Beachten Sie aber, daß das ganze notariell gemacht werden muß, da über Grundbesitz verfügt wird. Sinnvoll ist es dann natürlich, zur Vermeidung späterer Streitigkeiten die Gegenstände des Vertrages im einzelnen genau zu umschreiben und alle Parteien, die betroffen sind, in die Urkunde einzubinden. Es sollte ausdrücklich die Regelung aufgenommen werden, daß eine endgültige Regelung beabsichtigt ist und alle Parteien auf Ihre Erbschafts- und Pflichtteilsansprüche außerhalb der Urkunde verzichten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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