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KV wg. Telefonanrufen die zweite


04.12.2004 22:08 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Aus Jux rief ich bei einer ehemaligen Klassenkameradin meiner Freundin an (dreimal) und machte ein paar Witze. Sie erschrak offenbar, musste angeblich ins Krankenhaus. Die Eltern ließen nach dem ersten Anruf Fangschaltung schalten. Meine Nummer kam heraus, es kam zur Anzeige. Nach zwei Wochen stellte der Staatsanwalt das Ermittlungsverfahren ein, nachdem ich bei der Polizei geständig war. Die Gründe für die Einstellung wurden nicht genannt. Anzeigeerstatterin wurde auf den Privatklageweg verwiesen. Frage: Was kann nun auf mich zukommen?Kosten der Fangschaltung? Schmerzensgeld, Höhe? Krankenhauskosten? Was raten Sie mir? Für die Fangschaltung würde ich aufkommen, aber ob sie wirklich wegen den Anrufen ins Krankenhaus musste, daran glaube ich noch nicht so ganz.
Letzte Frage: Ist so eine Privatklage immer ein öffentliches Gerichtsverfahren oder wie ist der Ablauf?
Guten Abend,

strafrechtlich haben Sie wahrscheinlich nichts mehr zu befürchten. Die Verweisung Ihrer Gegnerin auf den Privatklageweg bedeutet, daß diese sozusagen die Position der Staatsanwaltschaft übernehmen müßte und Sie selbst vor dem Amtsgericht anklagen müßte. Dies geschieht allerdings in der Praxis so gut wie nie.

Zivilrechtlich werden Sie die Kosten der Fangschaltung übernehmen müssen. Ob Sie Schmerzensgeld und etwaige Kosten für die Krankenhausbehandlung übernehmen müssen, hängt davon ab, ob die Erkrankung wirklich durch Ihre Telefonanrufe verursacht worden ist. Dies müßte die Gegenseite beweisen.

Ich möchte Ihnen anraten, sich bei der Gegenseite zu entschuldigen und anzubieten, die Kosten der Fangschaltung zu übernehmen. Möglicherweise läßt sich so ein Gerichtsverfahren vermeiden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2004 | 16:15

<
Wie ist denn dabei der Ablauf. Bekomme ich vom Anwalt der Gegenseite ein Schreiben mit den Forderungen? Und wie könnte ein entsprechender eindeutiger Beweis aussehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2004 | 17:23

Guten Abend,

Sie können natürlich warten, bis Sie ein Schreiben von der Gegenseite erhalten. Ich würde Ihnen allerdings raten, bereits jetzt auf die Gegenseite zuzugehen und schriftlich aufzufordern, die Kosten bekanntzugeben. Damit sparen Sie ggf. erhebliche Anwaltskosten.

Der Beweis eines Zusammenhanges zwischen der Erkrankung und Ihrer Aktion müßte die Gegenseite führen. Hier kann aber schon ein Arztbericht des behandelnden Arztes reichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Weiß

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