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KFZ-Reparatur - unerwartet hohe Kosten


| 04.12.2008 23:54 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Das KFZ wurde zur Reparatur in eine freie Werkstatt gebracht um folgende Mängel beheben zu lassen:

1. Servo-Lenkung ist ausgefallen
2. Wasser dringt in den Fußbodenraum aufgrund anhaltend undichter Tür.

zu 1: Bei einem Telefongespräch stellte sich nach der Reparatur heraus, daß die Servo-Lenkung aufgrund einer defekten Hydraulik-Pumpe nicht mehr funktionierte. Die Kosten für die neue Pumpe belaufen sich auf 560,- Euro ohne Einbau.

Meine Frage ist nun, ob die Hydraulik-Pumpe ohne weitere Rücksprache ausgewechselt werden durfte, da dieser Defekt bei der Übergabe des Fahrzeugs nicht bekannt war, sondern sich erst im Nachhinein als Grund herausstellte! Mit der mündlichen Absprache bin ich wohl einen Vertrag eingegangen, aber schließt dieser Vertrag auch Teile ein, die sich erst später als defekt herausstellen?



zu 2: Aufgrund des Wassereintritts an der Tür bin ich bereits zum dritten Mal in der Werkstatt gewesen, für deren erneuten Reparaturversuch ich erneut bezahlen soll. Falls das nicht rechtens ist: Müßte ich dann nur die erste Rechnung bezahlen? Die Kosten der ersten beiden Reparaturversuche fallen allerdings wesentlich niedriger aus, da der Aufwand entsprechend niedriger war.

Für Ihre Hilfe im Voraus vielen Dank

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Sehr geehrter Ratsuchender,

für ihre Anfrage möchte ich Ihnen danken und diese unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt beantworten:

Grundsätzlich hängt von dem Inhalt geschlossenen Reparaturauftrag ab, ob der Austausch der Hydraulik-Pumpe vertragsgemäß war oder nicht. Haben Sie die Werkstatt damit beauftragt, den Schaden zu reparieren, so ist der Austausch der Pumpe von dem Vertrag mit Sicherheit gedeckt. Sollten Sie jedoch nur den Auftrag gegeben haben, herauszufinden welche Grundlage der Ausfall der Servo-Lenkung hat, so hätte man Sie vor dem Austausch der Hydraulik-Pumpe informieren und um Erlaubnis zum Austausch bitten müssen.

Sollte keine Regelung getroffen worden sein, so ist durch Auslegung der Vertragsumstände der Vertragsinhalt auszulegen. Im Zweifel muss die Werkstatt beweisen, dass Sie den Auftrag zum Austausch der Hydraulik-Pumpe gegeben haben.

In Bezug auf den Wassereintritt müssen Sie nur einmal die Reparatur bezahlen, da bei einem Reparaturvertrag der Erfolg der Reparatur bzw. das Auffinden des Fehlers seitens der Werkstatt geschuldet wurde. Da die Werkstatt offensichtlich Ihre Arbeit nicht ordnungsgemäß gemacht hat, ist die Werkstatt verpflichtet, ihrer Vertragspflicht (Reparatur bzw. das Auffinden des Fehlers) nachzukommen. Eine weitere Zahlung hierfür müssen Sie nicht vornehmen, da Sie ja bereits dafür durch die Bezahlung der ersten Rechnung gezahlt haben.

Sollte jedoch die ordnungsgemäße Vertragserfüllung höhere Kosten verursachen und Sie sich vertraglich dazu verpflichtet haben, die Kosten einer ordnungsgemäßen Reparatur zu übernehmen (was bei Werkstattaufträgen üblich ist), so wären Sie verpflichtet den Unterschied zwischen dieser Rechnung und der bereits gezahlten Rechnung zu übernehmen.

Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung der Frage weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen für die Klärung der Angelegenheit viel Glück.

Gern können Sie die Nachfragefunktion nutzen.

Abschließend weise ich daraufhin, dass das Weglassen oder Hinzufügen von Details die rechtliche Beurteilung der Angelegenheit verändern kann.

Mit freundlichen Grüßen


Christoph Lattreuter
- Rechtsanwalt -


PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2008 | 22:17

Vielen Dank für Ihre Antwort, die mir schon sehr weitergeholfen hat.

Zitat: "Sollte keine Regelung getroffen worden sein, so ist durch Auslegung der Vertragsumstände der Vertragsinhalt auszulegen. Im Zweifel muss die Werkstatt beweisen, dass Sie den Auftrag zum Austausch der Hydraulik-Pumpe gegeben haben."

Dazu noch folgendes zum Gesprächsablauf:
Ich bin in die Werkstatt in erster Linie aufgrund des Wassereintritts gefahren. Im Gespräch habe ich dann beiläufig in etwa wortwörtlich angegeben: "Die Servo-Lenkung ist auch seit kurzem ausgefallen", da ich nicht geahnt habe, daß sich das zum Problem entwickelt. Bevor der Reparateur genaueres wußte und am Fahrzeug flüchtig die Art der Servo-Lenkung begutachtete, meinte er, daß evtl. gar nichts zu machen sei aber er wollte sich einen Kollegen dazuholen.
Ansonsten habe ich nach meinem Dafürhalten nichts dazu gesagt, außer daß die Servo-Lenkung bereits einmal ausgefallen ist, aber nach einem Neustart wieder o.k. war.

Während diesem Gespräch waren zufällig 2 Polizisten zugegen, ehemalige Kollegen des Reparateurs, der sich in Frührente befindet. Diese beiden Personen könnten das Gespräch bezeugen, das o.g. Inhalt hatte.

Da ich den Reparateur nicht um den vollen Geldbetrag bringen möchte, sondern diese Rechtsberatung nur brauche, falls es zum Äußersten kommt, hoffe ich, daß mir der Reparateur preislich entgegenkommt, z.B. den Preis eines gebrauchten Ersatzteils verlangt. Damit ich weiß, in welchem Rahmen ich mich bewegen kann, würde ich mich freuen, wenn Sie mir noch mitteilen könnten, was vom Ablauf des o.g. Gesprächs in Gegenwart der angesprochenen Personen zu halten ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2008 | 22:53

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst vielen Dank für Ihre Nachfrage, die hiermit wie folgt beantworten möchte:

Ich würde das von Ihnen berichtete Gespräch insoweit auslegen, dass Sie – wenn überhaupt - nur den Auftrag zur Ermittlung der Fehlerursache gegeben haben, da für Sie als Auftraggeber gar nicht die ggf. zu erwartenden Kosten bekannt gewesen waren. Es hätte ja sein können, dass Sie nur einen begrenzten finanziellen Rahmen für die Reparatur eingeplant hätten und durch die Reparatur Kosten entstanden wären, die Sie gar nicht zahlen könnten.

Zudem müsste es für eine andere Auslegung zu mindestens Hinweise auf einen Auftrag zur sofortigen Reparatur ohne Nachfrage geben. Hierzu wären Sätze von Ihnen wie z.B. „sie können die Reparatur sofort durchführen, solange die Kosten maximal X Euro betragen“ oder „führen Sie die Reparatur durch, egal was es kostet“ notwendig. Solche Sätze sind aber nach Ihrer Schilderung nicht gefallen.

Im Ergebnis sehe ich daher aus rechtlicher Sicht keinen Reparaturauftrag in Ihrer Äußerung, sondern vielmehr einen Auftrag zur Erforschung der Fehlerursache.

Bitte prüfen Sie abschließend noch, ob Sie ggf. einen anderslautenden schriftlichen Auftrag unterschrieben haben.

Abschließend weise ich daraufhin, dass das Weglassen oder Hinzufügen von Details die rechtliche Beurteilung der Angelegenheit verändern kann.

Mit freundlichen Grüßen


Christoph Lattreuter
- Rechtsanwalt -


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Bewertung des Fragestellers 05.12.2008 | 23:46


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FRAGESTELLER 05.12.2008 4,8/5.0
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