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Journalismus: Auftraggeber fordert Honorar zurück/behält Honorar ein


30.12.2008 15:33 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Von 03/2006 bis 11/2008 habe ich als freier Chefredakteur auf Honorarbasis für eine Zeitschrift gearbeitet. Ich wurde dafür pro Ausgabe bezahlt (In dem Vertrag heißt es: "Der Auftragnehmer erhält pro Ausgabe EUR XXX plus Mehrwertsteuer. Die Auszahlung der Vergütung erfolgt jeweils am Anfang eines Monats für den Vormonat nach Vorliegen der Rechnung.").
Im August 2007 sollte eine Spezialausgabe erscheinen, die ich von 11/2006 bis 07/2007 neben regulären Ausgaben bearbeitet habe. Kurz vor Druck entschloss sich die Geschäftsführung, diese Spezialausgabe nicht zu drucken. Da ich die Ausgabe bereits fertiggestellt (und einige zusätzliche Aufgaben übernommen hatte), wurde mir von der Geschäftsführung mündlich zugesagt, ich könne die nicht gedruckte, fertige Spezialausgabe wie eine reguläre Ausgabe berechnen. Dies tat ich. Die Rechnung wurde kurz darauf beglichen.
Dieses, bereits 08/2007 bezahlte Honorar fordert der Auftraggeber nun mit der Begründung zurück, ich hätte versehentlich eine Ausgabe doppelt berechnet, sprich: Von einer Bezahlung der nicht gedruckten Sonderausgabe sei nie die Rede gewesen. Der Auftraggeber möchte diese 2007er-Rechnung nun mit meiner letzten, Anfang November 2008 gestellten Rechnung (für eine 11/2008 erschienene Ausgabe) verrechnen und verweigert die Auszahlung des Anfang 11/2008 in Rechnung gestellten Honorars. Die 30-t. Zahlungsfrist ist seit Anfang Dezember verstrichen, trotzdem weigert sich der Auftraggeber zu bezahlen.
Als Nächstes werde ich eine Mahnung schicken müssen, erwarte aufgrund ähnlich gearteter Vorfälle in der Vergangenheit mit Ex-Mitarbeitern des Unternehmens jedoch keine Zahlung.
Welche Möglichkeiten/Aussichten auf Erfolg hat der Auftraggeber, das 2007 vereinbarte und ausgezahlte Honorar zurückzufordern?
Sehr geehrter Ratsuchender,

anhand der von Ihnen zitierten Passage steht jedenfalls rechtlich klar, dass Ihr Honoraranspruch auch entsteht, wenn eine Ausgabe nicht gedruckt wird. Damit haben Sie klar einen Anspruch auf Bezahlung der Sonderausgabe.

Die Aussichten Ihres Auftraggebers hängen grundsätzlich von der Beweislast ab. Da jedoch Ihr Auftraggeber das Honorar verrechnet hatte (und keine Verjährung entgegensteht), müssten Sie (nach erfolgloser Mahnung) Klage erheben.

D.h. wiederum, Sie müssten im Prozess beweisen, dass die Bezahlung zugesagt wurde. Da nach Ihrer Angaben dies nur mündlich vereinbart wurde, müsste ausreichen, dass Sie den Beitrag für die Sonderausgabe gefertigt hatten (mit dem Hinweis auf die zitierte Passage des Vertrages). Im Endergebnis sehe ich Ihre Erfolgschancen gut.

Bitte beachten Sie, dass dies nur eine Erstberatung darstellt und noch der restliche Vertrag gewertet werden müsste.

MFG

Nachfrage vom Fragesteller 05.01.2009 | 11:53

Danke für die Information.
Muss vor der Klage ein Mahnbescheid erfolgen?
Also: 1. Mahnung, 2. Mahnung - und dann Mahnbescheid oder Klage?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.01.2009 | 17:51

Nein, das gerichtliche Mahnverfahren (= Mahnbescheid) muss nicht erfolgen.
MfG

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