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Jahresurlaub/Sondergrafikation


| 16.12.2008 00:46 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Geehrte Anwälte,

am 06.12.2006 habe ich als Produktionshelferin bei einer Zeitarbeitsfirma angefangen (Vollzeit). Ab dem 05.11.2008 beschäftigt mich das selbe Unternehmen als Personalsachbearbeiterin in Teilzeit = 21 Std. pro Woche an 3 Tagen.

Vom 10.09.2007 bis 04.11.2008 war ich krankgeschrieben.

Nun meine Fragen.
1. Wieviel Jahresurlaub steht mir für 2008 (bei Vollzeit 25 Tage/Jahr) zu?

Mein AG willigt mir 15 Arbeitstage zu, da er vom Teilzeitvertrag ausgeht. Ich bin der Meinung, dass es 22,08 sein müssten, da ich vom 01.01.-31.10 noch von Vollzeit ausgehe.

2. In meinem Arbeitsvertrag steht. Dem AN wird eine Jahresgrafikation gem. Ziff.15 MTV für die im Bezugsjahr erbrachte Arbeitsleistung als auch für die in der Vergangenheit und/oder erbrachte Betriebstreue unter der Voraussetzung gewährt, dass das Arbeitsverhältnis am Auszahlungstag oder am 31.12 eines Kalenderjahres fortbesteht und der AN dem Betrieb mindestens 6 Monate ununterbrochen angehört. Zahlbar ist die Jahresgrafikation mit dem November Bezügen. Die Jahresgrafikation beträgt in Abhängigkeit von der Dauer des ununterbrochenen Bestehens des Arbeitsverhältnis im ersten Jahr 100,00 €, im zweiten und dritten Jahr jeweils 200,00 €, ab dem vierten Jahr 300,00 €.

Mir wurde, ohne Begründung, keine Jahresgrafikation bezahlt, da mein AG wohl davon ausgeht, dass ich zu lange krank war.

Steht mir diese Jahresgrafikation, aufgrund meiner langen Krankheit nicht zu?


Für Ihre Beantwortung bedanke ich mich im voraus.

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Ich beantworte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Die vom Arbeitgeber angesetzten 15 Urlaubstage entsprechen nicht den Vorschriften des BUrlG, denn allein für die Zeit bis 10/08 stehen Ihnen ja schon 10/12 von 25 Tagen = 21 Tage zu.

Für die Teilzeit in den Monaten 11/ und 12/08 ist der Urlaubsanspruch nach der Formel

(25 Werktage : 6) x 3 Arbeitstage/Woche = 12,5 Urlaubstage/Jahr

zu berechnen.

Das entspricht 2,08 Tagen für diese beiden Monate.

Da gemäß § 5 Abs 2 BUrlG nur aufgerundet wird, wenn der Bruchteil mindestens einen halben Tag ergibt, ergibt sich zusammen also ein Urlaubsanspruch von 23 Tagen.


Die Voraussetzungen für die Gewährung der Jahresgratifikation sind in Ihrem Vertrag und im Manteltarifvertrag Zeitarbeit festgelegt. Sie erfüllen nach Ihrer Schilderung die formalen Voraussetzungen.

Zwar kann eine Sonderleistung grundsätzlich bei übermäßig langer Erkrankung notfalls auch bis auf Null gekürzt werden, aber Sie waren ja nur knapp 2 Monate krankgeschrieben, so dass eine vollständige Versagung schon von daher willkürlich und nicht gerechtfertigt ist.

Hinzu kommt, dass nach dem Inhalt des Vertrages ja nicht nur die Arbeitsleistung honoriert werden soll, sondern auch die Betriebstreue.

Eine Kürzung des Anspruches müssten Sie möglicherweise hinnehmen, gegen eine vollständige Versagung sollten Sie sich wehren.

Für weitergehende Unterstützung, auch im Rahmen eines Mandates stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Nachfrage vom Fragesteller 16.12.2008 | 13:59

Geehrter Herr Rechtsanwalt,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Bitte lesen Sie noch mal nach, denn ich war nicht zwei Monate krank geschrieben sondern, 1 Jahr und 2 Monate.
Wie sieht es dann mit der Grafikation aus?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.12.2008 | 15:02

Ich habe tatsächlich die Jahreszahl unrichtig gelesen. Wenn Sie tatsächlich in 2008 erst ab 05.11.wieder gearbeitet haben, besteht in der Tat zugunsten des Arbeitgebers ein sachlicher Grund für die Versagung der Gratifikation. Sie sollten gleichwohl versuchen, vom Arbeitgeber eine Begründung zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 13.01.2009 | 19:35


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