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Ist eine zeitanteilige Nebenkostenabrechnung zulässig?


19.12.2007 19:32 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller



Guten Tag,

ich bin zum 01.08.2006 in meine neue Wohnung eingezogen und habe in diesen Tagen die Nebenkostenabrechnung erhalten. Ein großer Schock, denn ich sollte für diese 5 Monate über 400 Euro nachzahlen. Bei einer Prüfung konnte ich feststellen, dass zwei Abrechnungszeiträume genutzt wurden. Die Wasser und Heizkosten wurden im Zeitraum 01.04.2006-31.03.2007 (Nutzeranteilig dann 01.08.2006-31.03.2007) erstellt, alle anderen Kosten (Versicherungen, Hausmeister etc.) wurden für den Zeitraum 01.01.2006-31.12.2006 (Nutzeranteilig 01.08.2006-31.12.2006)erstellt. Die Vorauszahlung der Nebenkosten in Höhe von 140 € wurden dem aber nur 5 Monaten gegenübergestellt (August bis Dezember). Damit ist klar, dass es zu einer Nachzahlung kommen muß. Meine Frage ist nun, ob es rechtens ist, dass mein Vermieter diese zwei unterschiedlichen Zeiträume annehmen darf. Mein Vermieter äußerte sich, dass es aus abrechnungstechnischen Gründen (die Ablesung macht eine externe Firma) nicht anders möglich sei. Ist das für mich als Mieter nicht aber unzumutbar?

Danke für die Beantwortung.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

Das LG Münster hat in seiner Entscheidung (LG Münster, Urteil vom 31.07.2003, 8 S 82/03, NJW-RR 2004,443) die Auffassung vertreten, dass bei einem Auseinanderfallen der Abrechnungszeiträume des Energieversorgers und des Vermieters es dem Vermieter NICHT zumutbar ist, eine Ablesung aller Zähler bis zum Ende seiner Abrechnungsperiode vorzunehmen.
Der Vermieter kann also es in diesem Fall bei einer zeitanteiligen Abrechnung belassen.
Des Weiteren ist das Gericht der Meinung, dass bei Fortbestehen des Mietverhältnisses dem Mieter durch diese Abrechnung KEINE NACHTEILE entstehen, da eine Korrektur durch die Folgeabrechnungen erfolgt.

Folgt man der Auffassung des Gerichts, so wäre die zeitanteilige Abrechnung Ihres Vermieters zulässig.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positive Nachricht überbringen konnte.
Dennoch hoffe ich, dass ich Ihnen eine erste rechtliche Orientierung bieten konnte und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Tanja Stiller

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