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Ist eine mündliche Kündigung rechtswirksam?


| 08.12.2011 13:18 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich bin noch in der Probezeit und in meinem Arbeitsvertrag ist eine schriftliche Kündigung gem. § 623 BGB vereinbart.

Nun war ich bei einer Auseinandersetzung mit meinem Abteilungsleiter am 7. November so in Rage, dass ich mündlich kündigte. Wegen eines Rückenleidens hatte ich an diesem Tag ohnehin einen Termin beim Arzt und der schrieb mich dann ab dem 7. November für den restlichen Monat krank.

Am 11. November reichte ich dann meine Kündigung (schriftlich) zum 30. November bei meinem AG ein.

Der AG beruft sich nun auf die mündliche Kündigung vom 7. November und will mein Gehalt ab diesem Tag nicht mehr weiterzahlen.

Ich habe dazu nun zwei Fragen:

1. Gilt die mündliche Kündigung überhaupt, wenn im Vertrag § 623 BGB vereinbart ist.

2. Ist ein weiteres rechtliches Vorgehen gegen den AG für mich ratsam, vor allem vor dem Hintergrund, dass ich keine Rechtsschutzversicherung habe?

Vielen Dank für Ihre Antwort!


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts sowie unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Nach § 623 BGB ist eine Kündigungserklärung zwingend schriftlich vorzunehmen. Damit war Ihre Kündigung vom 07.11.2011 nicht wirksam. Zudem teilen Sie nicht mit, dass Sie fristlos kündigen wollten, wovon Ihr Arbeitgeber offensichtlich ausgeht, wenn er nur bis zum 07.11.2011 Lohn zahlen will. In der Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von 2 Wochen für beide Seiten, wenn nichts anderes zwischen den Parteien im Arbeitsvertrag vereinbart wurde, § 622 Abs. 3 BGB.

Erst die Kündigung am 11.11.2011 konnte Wirksamkeit zum 25.11.2011 entfalten. Demnach muss der Lohn bis zum 25.11.2011 weiter bezahlt werden. Entscheidend ist hier das Datum des Zugangs der Kündigungserklärung beim Arbeitgeber.

Vor dem Hintergrund, dass Sie nicht rechtsschutzversichert sind und im arbeitsgerichtlichen Verfahren jede Partei ihre Kosten selbst tragen muss, dürfte eine Lohnklage unwirtschaftlich sein. Hier kommt es jedoch entscheidend auf die Höhe Ihres Gehalts an, sodass eine abschließende Einschätzung momentan nicht möglich ist. Zudem muss bedacht werden, dass auch die Abgaben zur Sozialversicherung bis zu diesem Tag durch den Arbeitgeber gezahlt werden müssen. Deshalb sollten Sie Ihren Arbeitgeber außergerichtlich unter Fristsetzung auffordern, den ausstehenden Lohn zu bezahlen und Ihnen hierüber eine korrekte Lohnabrechnung zu erteilen.
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Bitte nutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion. Wenn Sie eine weitere Vertretung über die hier erteilte Erstberatung hinaus wünschen, bitte ich Sie, mich zunächst per E-Mail zu kontaktieren.
Ich weise Sie darauf hin, dass diese Plattform lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung dient und eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 08.12.2011 | 16:01


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