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Interview Heiratsvisum


10.12.2015 18:13 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Ich bin dieses Jahr geschieden worden und möchte nun meine thailändische Verlobte Heiraten.
Für das Heiratsvisum wurden wir beide interviewt, sie in Thailand in der Deutschen Botschaft, ich in Deutschland bei der ALB.
In den Antworten hatten wir eine vollständige Übereinstimmung. Wir kennen uns sehr gut.
Nun bekam ich eine neue Einladung bei der ALB. Von meiner geschiedenen Frau war ich bereits 2 Jahre vor dem Scheidungstermin getrennt. Darüber hatte ich die ALB nicht informiert, nur über die Scheidung. Mein Anwalt sagte mir damals, es bestehe keine Verpflichtung über die Information an die ALB, daß ich getrennt lebe. Aber meine Exfrau müsse dies tun.
Mir ist signalisiert worden, das mir mein passives Verhalten nun vorgeworfen wird und das ggf. deswegen zum Heiratsvisum nicht zugestimmt wird. Können beide Sachverhalte miteinander verbunden werden?
Bis jetzt dachte ich nur der Verdacht einer Zweckehe führe zur Ablehung.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Es kann nicht nachvollzogen werden, weshalb Ihre Ex-Frau der Ausländerbehörde melden sollte, dass sie getrennt leben, weshalb nur unterstellt werden kann, dass diese keine deutsche Staatsangehörigkeit hat. Sie können sich zumindest darauf berufen, keine Kenntnis über eine etwaige dahingehende Meldepflicht gehabt zu haben. Grundsätzlich haben Trennung und nach über zwei Jahren beschlossene neue Eheschließung ja nichts miteinander zu tun. Über die Motive, hier ggf. die Zustimmung zum Heiratsvisum zu verweigern, kann erst nach Einsicht in die Behördenakte abschließend geurteilt werden, weshalb ich Ihnen rate, einen Rechtsanwalt vor Ort mit dieser (und ggf. der Vertretung Ihrer Interessen) zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2015 | 18:46

Ja, meine erste Ehefru war auch Thailänderin.
Gibt es denn eine Meldepflicht für getrennt Leben von der
ausländischen Ehefrau? Sie als Anwalt wissen dies sicher und ich wäre für diese Informtion sehr dankbar.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2015 | 20:21

Sehr geehrter Ratsuchender,

nein, Sie waren nicht verpflichtet, die Trennung gegenüber der Ausländerbehörde anzuzeigen. Bei der Meldepflicht bezog ich mich auf rein melderechtliche Voraussetzungen für den Fall, dass Sie aus der damaligen Ehewohnung ausgezogen sind.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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