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Internetverkauf Motorrad


| 26.11.2014 22:19 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo.
Ich habe im Internet mein Motorrad inseriert. Daraufhin hat sich ein Mann über SMS gemeldet. Wir haben etwas über das Motorrad geschrieben. Er hat ganz klar gesagt, gut ist gekauft, kannst sie aus dem Internet nehmen. Dann haben wir gesagt ich schicke ihm den Vertrag per Mail und er mir das Geld per Überweisung. 4 Tage später habe ich nach dem Verbleib des Geldes gefragt. Plötzlich wollte er nochmal über den Preis verhandeln.
Ich bin der Meinung wir haben einen Vertrag mündlich geschlossen. Kann man ihn belangen und den Kaufpreis einfordern ? Zumal ich nur seine Handynummer und seine Mailadresse habe. Was kann ich tun?
26.11.2014 | 22:48

Antwort

von


58 Bewertungen
Heßstraße 90
80797 München

Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: www.grasel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ein Kaufvertrag über ein Motorrad kann in der Tat auch mündlich geschlossen werden. Ein Kaufvertrag besteht aus zwei übereinstimmenden Willenserklärungen - einem Angebot und dessen Annahme.

Ihr Inserat stellt kein Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar (sog. invitatio ad offerendum). Der potentielle Käufer hat daraufhin ein Angebot abgegeben und Sie haben dieses angenommen. Dadurch ist ein wirksamer Kaufvertrag zwischen Ihnen beiden zustande gekommen.

Demnach haben Sie gemäß § 433 BGB einen Anspruch auf Bezahlung des Kaufpreises, während der Käufer die Übergabe und Übereignung verlangen kann.

Diese Kaufpreisforderung können Sie selbstverständlich geltend machen. Dies setzt allerdings voraus, dass Sie eine ladungsfähige Anschrift des Käufers kennen. Darin liegt hier wohl die tatsächliche Schwierigkeit.

Sie sollten den Käufer per E-Mail erneut zur Zahlung auffordern. Setzen Sie hierfür eine angemessene Frist (1-2 Wochen) und fordern Sie eine Zustell- bzw. Lesebestätigung an.

Sollte der Käufer dieser Aufforderung erneut nicht nachkommen, übergeben Sie die Angelegenheit einem Rechtsanwalt zur weiteren Bearbeitung. Der Käufer hätte dann auch diese Kosten zu tragen, da er sich in Verzug befindet. Möglicherweise lässt sich dann über den Mobilfunkanbieter eine Anschrift des Käufers ermitteln.


Wenn der Käufer tatsächlich mitgeteilt hat "gut ist gekauft, kannst sie aus dem Internet nehmen" dann ist darin ein wirksames Zustandekommen eines Kaufvertrages zu sehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2014 | 08:37

Vielen Dank für die schnelle, ausführliche Antwort. Sie schreiben dass die Anschrift "möglicherweise" durch einen Anwalt in Erfahrung gebracht werden kann. Es ist ja auch ein deutscher Mobilfunkanbieter. Würde dem Anschriftenersuch etwas im Wege stehen "möglicherweise"?

LG
Jan

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2014 | 09:56

Erfahungsgemäß sind die Mibilfunkanbieter eher zurückhaltend was die Herausgabe von Kundendaten anbelangt. Stichwort: Datenschutz
Manchmal hat man allerdings auch Glück und erwischt einen auskunftsfreudigen Mitarbeiter.

Bewertung des Fragestellers 28.11.2014 | 08:50


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28.11.2014
5/5.0

So habe ich mir das vorgestellt, kompetent, schnell und freundlich.


ANTWORT VON

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