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Internetanbieter stellt falsche Rechnung und ich sollte das bezahlen.


16.11.2014 15:53 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen & Herren,
ich bin seit 8 Jahren DSL-Kunden (inkl. Telefon) von einem Internetanbieter deren Vertriebsniederlassung sich in Nürnberg befindet. Lassen wir dieser Firma als "X" nennen. Als ich damals den Vertrag abgeschlossen habe, erhalte ich von Fa. X einen Router/Modem.

Dieser Router ist in Juli 2014 kaputt gegangen. Ich habe dann sofort diese Schaden in einer Filiale der Firma X gemeldet mit der Hoffnung, dass ich ein neuen Router bekomme. Der Mitarbeiter dieser Filiale erzählte mir, dass man ein neuen Router nur persönlich und nur online bestellen kann (also nicht vorrätig) und es bis zu 1 Monat, bis ich es per post bekomme, dauern kann.

Da ich beruflich auf Internetleitung und Telefon angewiesen bin, kann ich nicht so lange warten und ich finde einfach ungerecht, dass ich während dieser Zeit die DSL-Gebühr weiterhin bezahle. Also habe ich gefragt, ob es grundsätzlich erlaubt ist eine Router (in diesem Fall ein Fritz!Box) aus Elektrogeschäft zu kaufen bzw. zu verwenden und der Antwort zu mir war : "Ja, man kann es einrichten". So ich habe dieser Router für ca. €150 gekauft. Ich kann natürlich nicht direkt mit dem neuen Router ins Internet verbinden bzw. Telefonleitung anschließen, weil mir jegliche Zugangsdaten (Internet und VoIP Zugangsdaten) fehlte. Ich habe mich über Hotline-Service gefragt, ob ich die Zugangsdaten bekommen kann um eine extern Fritz!box-Router einzurichten. Die Antwort der Technikerin war nochmal: "Ja, das kann ich haben. Gar kein Problem". Habe alles so eingerichtet wie die Anweisung der Technikerin und alles läuft Prima bis...

Jetzt kommt die große Schock. Am 14.09.2014 steht auf meine Rechnung 59 mal! Anrufe nach Himmelfahrtsinsel (Ascension) ununterbrochen zwischen 16:07 bis 22:38 Uhr und zwar auf ein einzige Telefonnummer +247-72xx. Ich soll jetzt für diese Anrufe insgesamt €705 bezahlen und unsere normale Rechnung liegt die letzte 8 Jahren niemals über €50.
Außer, dass ich die Nummer gar nicht kenne. Bei der Prüfung der Einzelverbindung fällt mir auch, dass mehrere Anrufe (3 - 4 mal) gleichzeitig getätigt waren.
Also irgendwas stimmt hier nicht. Ich habe diese Fakten Schriftlich an die Firma X geschildert und die Rechnung widersprechen. Mit der bitte um einer Überprüfung der gestellten Rechnung. Ich habe sicherheitshalber auch den Betrag, den ich für korrekt fand an die Firma überwiesen. Das sind €35 + MwSt.

Nach unzählige Hotline-Ping-Pong und weitere schriftliche Kommunikation, hat die Firma X entschieden, dass ich die Kosten trotzdem übernehme, weil - und jetzt kommt - mein Telefon bzw. mein Router gehackt war und die Firma will keine Haftung nehmen, weil ich ein Fritz!Box nutze und nicht ihre Router?!!

Das kann ich nicht nachvollziehen.
1. keine der Hotline-Mitarbeiter oder der Filiale Mitarbeiter hat mich darauf hingewiesen, dass die Firma der Nutzung einer Fritz!Box nicht erlaubt und schon gar nicht, dass ich alle Haftung in Zukunft tragen muss. Wenn es der Fall ist und das ist auch Legal, wurde ich tausend mal überlegen bevor ich ein FritzBox kaufen.
2. Ein Fritzbox ohne Zugangs-Daten ist ja nutzlos. Diese Zugangsdaten hat die Technikerin der Firma definitiv an mich weitergegeben und hat mir auch nichts gewarnt. Sollte die Nutzung einen extern Router nicht erlaubt ist warum geben die Firma die Zugangsdaten heraus? warum hilft die Technikerin meine Fritzbox einzurichten? warum spricht mir keine über Haftungsverlust der Firma X?

Ich soll jetzt bis zu 29.11. den Restbetrag von ca. 663€ bezahlen. Ich fühle mich betrogen, dass die Firma einfach so den Schuld an mich schieben.
Ich brauche Ihre Hilfe, was soll ich tun? lohnt es sich für dieser Fall einen Rechtsanwalt zuschalten und den Fall zur Gericht zu bringen? habe ich eine Chance oder hat die Firma X doch Recht?

Ich danke Ihnen für Ihre schnelle Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,

Herr JS (ein sehr enttäuschte loyal Kunde)
16.11.2014 | 17:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Es gab vor kurzem viele Berichte über gehackte Fritzboxen, daher ist es sehr wahrscheinlich, dass auch Ihre Fritzbox gehackt wurde. Da der Hack aufgrund eines Softwarefehlers des Herstellers möglich war, haftet grundsätzlich der Hersteller der Fritzbox.

Allerdings hat der Provider gegen Sie keinen vollständigen Anspruch auf Bezahlung der Rechnung, weil diese Telefonate nach Ascension extrem unüblich und die Rechnungshöhe genauso extrem unüblich ist. Daher greift da die Fürsorgepflicht des Providers, aufgrund der er bei Ihnen wegen der Telefonate umgehend hätte nachfragen und notfalls die Telefonate hätte verhindern müssen. Daher kann der Provider von Ihnen nur die Bezahlung der normalen Telefonate fordern.

Vor Gericht sollten Sie nicht ziehen, da ja die Gegenseite etwas von Ihnen will, nicht andersrum.

Ich empfehle daher, die Rechnung genau zu prüfen, ob Sie alle normalen Telefonate bezahlt haben, und den Provider auf die Fürsorgepflicht hinzuweisen. Darüber hinaus warten Sie einfach ab, was passiert.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 16.11.2014 | 17:38

Sehr geehrter Herr Weber,
erst mal vielen Dank für Ihre Auskunft. Wie ich oben schon geschildert habe, verlangt die Firma von mir den Betrag bis 29.11 zu begleichen ansonsten folgt für mich die Sprachverbindungssperrung nach §45k TKG. Sie sind also der Meinung, dass ich bis dahin einfach warten? (ich habe alle Kosten, die von uns verursacht sind, bereits bezahlt)
Sie haben geschrieben, dass der Hersteller des Fritzboxes für den Fall haftet. Bedeutet das für mich, dass ich den Hersteller fordern muss die Rechnung zu begleichen?

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2014 | 23:18

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Sperrung ist gemäß § 45 Absatz 2 TKG unzulässig, da nichttitulierte Forderung kein Recht zur Sperrung geben, solange Sie fristgerecht und plausibel widersprochen haben.

Ich schrieb, dass Sie den Provider auf die Fürsorgepflicht hinweisen sollen! Das ist sehr wichtig! Erst nach diesem Schreiben an den Provider sollten Sie abwarten.
Jedoch wäre es besser, nach dem Hinweis an den Provider bzw. parallel dazu eine einstweilige Verfügung gegen die Sprachsperre zu beantragen. Dieser Antrag ist bei dem örtlichen Amtsgericht zu stellen.

In der Tat können Sie von dem Hersteller der Fritzbox Schadensersatz fordern. Da Sie aber aufgrund der verletzten Fürsorgepflicht des Providers die erhöhte Rechnung nicht bezahlen müssen, haben Sie keinen Schaden. Dennoch wäre es gut, den Hersteller auf den Fehler hinzuweisen und ihn vorsorglich aufzufordern, Sie von allen Ausgaben freizustellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
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