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Internet seit Vertragsbeginn langsam


04.01.2017 11:16 |
Preis: 47,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking



Sehr geehrte Damen und Herren,

am 26.11.2016 bin ich mit meinem Internetanschluss zur Firma Vodafone gewechselt. Beauftragt waren eine 50 Mbit Leitung wovon mir 27,9 MBit schriftlich zugesichert worden sind. Bereits seit dem ersten Tag habe ich nur eine durchschnittliche Verbindung von 6-7 MBit erreicht. Dies betrifft hauptsächlich die Zeit, in der ich als Angestellter zu Hause bin (ca. 17:00 - 24:00 Uhr)

Ich kontaktierte daraufhin die Hotline, die mir zusicherte zeitnah eine Lösung zu finden. Am 3.11.2016 bei einem erneuten Anruf wurde auch ein offizielles Service-Ticket eröffnet. Nachdem ich bis zum 5.12.2016 trotz mehrfacher Anrufe keine Besserung in Aussicht gestellt bekommen habe, kündigte ich den Vertrag auf den 31.01.2017. Als Anhang legte ich mehrere Ergebnisse des offiziellen Vodafone Speedtests bei. Die Zeit bis Ende Januar benötige ich um einen Ersatzprovider zu finden, da ich beruflich auf die Internetleitung angewiesen bin.

Da ich auf das Kündigungsschreiben bis zum 20.12.2016 keinerlei Reaktion erhalten habe, kontaktierte ich meinen neuen Provider die Deutsche Telekom und dieser bestätigte mir, dass die Leitung wohl frei sei und eine Schaltung durch sie somit möglich. Dies beauftragte ich.

Am 03.01.2017 kam nun die Ablehnung der Kündigung durch Vodafone mit der Begründung, dass es in einigen Gebieten zu starken Auslastungen im VDSL Netz kommt und ich schließlich nur in den Hauptzeiten betroffen sei. Das Service-Ticket wurde daraufhin geschlossen. Aktuell in der Urlaubszeit habe ich weniger Probleme, allerdings befürchte ich, dass diese Mitte Januar wieder zunehmen werden. Ich kann bis zum 7.1.2017 noch vom Vertrag der Deutschen Telekom zurücktreten, dies würde ich allerdings nur ungern tun.

Ist die angeforderte Kündigung auch vor Ablauf der 24 Monate möglich und soll ich daran festhalten?

Mit besten Grüßen
D. Hunt

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Ihnen vertraglich eine jederzeit verfügbare Mindest-Verbindungsgeschwindigkeit von 27,9 MBit zugesichert wurde, Ihnen aber in der für Sie relevanten Nutzungszeit regelmäßig nur eine Geschwindigkeit von 6-7 MBit zur Verfügung steht, erfüllt Vodafone seine vertraglichen Pflichten nur mangelhaft. Da Vodafone trotz mehrfacher Aufforderungen diesen Mangel nicht abstellen konnte und dies letztendlich sogar ganz verweigert hat (unter Verweis auf Umstände, die nicht in Ihren Verantwortungsbereich fallen), halte ich eine vorzeitige Kündigung hier für gerechtfertigt.

Allerdings zeigt die Erfahrung aus der Praxis leider, dass Vodafone die Angelegenheit wahrscheinlich nicht auf sich beruhen lassen wird und auch nach Beendigung des Vertrages durch die außerordentliche Kündigung weiterhin auf die Zahlung des monatlichen Entgelts bestehen wird. Insofern müssten Sie in die Abwägung auch einbeziehen, dass Sie Ihre Kündigung zukünftig auch gegen ein Inkassounternehmen oder vor Gericht verteidigen müssen. Dies bedeutet viel Aufwand und kann auch Kosten verursachen, insbesondere wenn Sie nicht rechtsschutzversichert sind. Wenn Sie momentan keine Probleme mit dem Anschluss haben, sollte daher überlegt werden, ob hier ein Anbieterwechsel tatsächlich nötig ist oder der Ablauf der Mindestlaufzeit abgewartet werden kann. Sollte sich die Geschwindigkeit im Laufe der nächsten Wochen wieder deutlich verschlechtern, können Sie hilfsweise erneut die fristlose Kündigung erklären - diese Kündigung wäre dann im Streitfalle einfacher zu begründen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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