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Internet Dienstleistungen an US Kunden erbracht - Umsatzsteuerpflicht ?


16.10.2004 06:07 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Hallo,

ich hoste gegen Bezahlung Internetseiten und bin umsatzsteuerpflichtig. Ich bin Deutscher Bürger, wohne in Deutschland und habe in Deutschland einen Gewerbeschein.

Ich habe Kunden aus aller Welt. Meine Internetseite mit der ich für mein Angebot werbe ist in englischer Sprache verfasst, liegt aber auf einem in Deutschland befindlichen Server.

Die meißten meiner Kunden (ca. 80 bis 90%) befinden sich in den USA, Kanada, oder anderen Ländern außerhalb der EU. Die Server auf denen ich die Internetseiten meiner Kunden hoste befinden sich in den USA. Ich bin aber in den USA oder einem anderen EU Ausland nicht als Unternehmer angemeldet, sondern nur in Deutschland.

Meine Frage lautet: Muss ich für Kunden außerhalb der EU, deren Internetseiten ich hoste Umsatzsteuer erheben ?

Also ich als Deutscher mit deutschem Gewerbeschein hoste für jemanden der außerhalb der EU lebt (z.b. Amerikaner/Kanadier) auf einem amerikanischen Server eine Internetseite. Muss ich von diesem Kunden Umsatzsteuer verlangen ? Oder kann ich den mit ihm verdienten Umsatz als umsatzsteuernfreien Umsatz angeben ?
Guten Morgen,

der Gesetzgeber hat sich der Problematik der Internetdienstleistungen in einer Gesetzesänderung vom 16.05.2003 angenommen. Danach sind in § 3a Abs. 4 Nr. 14 nun ausdrücklich auch die im elektronischen Wege erbrachten Dienstleistungen aufgeführt. Dazu gehört, wie das Bundesministerium der Finanzen in seinem Schreiben vom 12.06.2003 ausdrücklich klarstellt, auch die Pflege von Internetseiten, also Ihre Tätigkeit.

Sie können dieses Schreiben z.B. unter www.ihk-nordrheinwestfalen.de/steuern/bindata/bmf_rundfunk.pdf downloaden.

Für die Frage des Leistungsortes -die entscheidend ist für die Frage, ob Sie Ihre Rechnung mit Umsatzsteuer ausweisen müssen- hat der Gesetzgeber unterschieden, ob der Leistungsempfänger seinen Sitz in einem Drittland oder im EU-Gemeinschaftsgebiet hat.

Für den von Ihnen geschilderten Fall, also Sitz des Leistungsempfängers außerhalb der EU,gilt als Leistungsort der Sitz dem Empfängers, unabhängig davon, ob es sich um einen Unternehmer oder eine Privatperson handelt. Sie müssen daher eine reine Nettorechnung erstellen. Die Abführung der Steuerschuld obliegt dann dem Drittlandsunternehmer.

Anders ist es im übrigen, wenn Sie an Kunden innerhalb der EU leisten. Hier müssen Sie für den Fall, daß Ihr Kunde eine Privatperson ist, die Umsatzsteuer ausweisen und auch abführen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Weiß
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax. 04941 60 53 48
e-mail info@fachanwalt-aurich.de
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