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Internationales Kaufrecht Internethandel


11.11.2004 18:31 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo
Ich habe folgendes Problem: Ich habe bei einem US Internet Textil Großhandel als Privatperson, nicht als Gewerbetreibender,am 10.10.04 für 1700$, 100 Stk. Sweatshirts bestellt. Das habe ich schon öfter bei anderen Händlern ohne Probleme getätigt. Dieser allerdings hat mir auch prompt eine Vorab Rechnung, sogenannte Tax Invoice mit den Artikeln, dem Preis einschließlich Frachtkosten und der Bankverbingung in Form einer Pdf Datei als Emailanhang gesendet. So weit so gut, Ich habe dem Verkäufer mitgeteilt das ich die Zahlung getätigt habe und eine kurze mail zum Zahlungseingang erbeten, diese wurde mir auch zugesichert. Das war allerdings das letzte was ich von dem Händler gehört habe. Ich habe nun in den letzten 3 Wochen insgesamt 4 Emails mit Bitte um Bestätigung des Zahlungseingangs oder dem Lieferstatus der Ware erbeten und leider keine Antwort erhalten. Ich gehe nun davon aus das der Händler auch nicht daran Interessiert ist mir meine Ware zu liefern. Natürlich habe ich den gesamten email Schriftverkehr,die Rechnung und auch die Überweisung gespeichert.
Meine Frage wäre nun ob es möglich ist, und wie die Chancen stehen das ich mein Geld wieder bekomme? Für Rückfragen stehe ich jeder Zeit zur verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Heiko Uthmann
Sehr geehrter Fragender,

ich kann mir beim Lesen Ihres Sachverhaltes nur schwer vorstellen, wie Sie mehrfach 100 Stk. Sweatshirts kaufen, ohne zumindest Kleingewerbetreibender zu werden. Das Sie mehrere hundert Sweatshirt zum Eigengebrauch gekauft haben, ist ziemlich unwahrscheinlich. Aber dies nur am Rande, da es für die Beantwortung Ihrer Frage nicht von Bedeutung ist.

Nach Ihrem Sachverhalt haben Sie einen wirksamen Kaufvertrag geschlossen. Welches Recht auf diesen Kaufvertrag anwendbar ist, hängt davon ab, wo bzw. wie der Kauf stattgefunden hat.

Beispiel:

Ein Kauf über ebay.de würde nach den ebay Richtlinien nach deutschem Kaufrecht abgewickelt werden. Für ebay.com gelten andere Richtlinien und wenn Sie direkt über das Internet gekauft haben, dann richtet sich der Kaufvertrag nach dem Recht des Standortes des Händlers. Dies lässt sich nach Ihrem Sachverhalt nicht abschließend beurteilen.

Wenn der Verkäufer sich nicht meldet, dann sind Sie entweder einem Betrüger aufgesessen, einem insolventen Geschäftspartner oder der Geschäftspartner ist einfach nur unzuverlässig.

Im ersten Fall müssten die ortsansässigen Strafermittlungsbehörden eingeschaltet werden. Im letzten Fall müssten Sie vor Ort Ihren Anspruch einklagen. Hierzu müssten Sie u.U. zuvor vom Kaufvertrag zurücktreten, um Ihr Geld zurückbekommen zu können.

Für die Wahrung Ihrer Interessen wäre die Einschaltung eines Rechtsanwaltes hilfreich, der sich zumindest mit dem Landesrecht auskennt, wenn nicht sogar über Kontakte vor Ort verfügt. Die damit verbundenen Kosten könnten jedoch u.U. über den bereits investierten $ 1.700 liegen.

Ferner müssten Sie die Zwangsvollstreckung im Stammland Ihres Verkäufers betreiben, ohne auf eigene Ortkenntnis oder anderes bauen zu können.

Aus diesem Grund rate ich Ihnen - selbst wenn es viel Geld war, dass Sie verloren haben - sorgfältig zu prüfen, ob es sich wirtschaftlich für Sie lohnt, das Verfahren in den USA durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

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