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Instandsetzung Heizungsventil WEG


02.09.2017 17:29 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hätte gerne etwas Klarheit in Bezug auf den folgenden Sachverhalt.
Wir sind Eigentümer einer Wohnung in einer WEG.
Oktober 2016 hat unsere Mieterin uns den Mangel an der Heizung im Wohnzimmer gemeldet: Heizung wird nicht warm.
Daraufhin haben wir den Verwalter informiert und es wurde ein Termin mit einem Handwerker vereinbart.
Die Reparatur wurde in Anwesenheit der Mieterin durchgeführt:
Heizungsventil (Vorlaufventil öffnete nicht) war defekt und wurde erneuert.
Wir sind davon ausgegangen, dass die Rechnung durch die Gemeinschaft getragen wird.

Heute fanden wir die Aufforderung des Verwalters die Rechnung vom 10.2016 auf das Gemeinschaftskonto zu erstatten. Rechnungsbetag brutto 218,- (2,25h Arbeit + Materialkosten).

Folgende Begründung:
"Eine nachträgliche juristische Einschätzung Ihrer Teilungserklärung, im Zuge der Erstellung der Jahresabrechnung 2016, hat ergeben, dass es sich bei den Montagearbeiten zwar gemäß § 1 (2 bb) um gemeinschaftliches Eigentum handelt, Sie allerdings gemäß § 5 (1 und 2 c) mit den Kosten zu belasten sind."

Anbei die genannten §§ aus der Teilungserklärung
§ 1 aus der Teilungserklärung:
2. Gemeinschaftliches Eigentum sind:
... bb) die gesamte Anlage, die der Heizungs- und Warmwasserversorgung zu dienen bestimmt ist (mit Ausnahme der Anlagen des Gasversorgungsnetzes, die im Eigentum des Betreibers oder des Lieferanten stehen), einschließlich der in den Räumen des Sondereigentums angebrachten Heizkörper
...
3. Im übrigen gilt § 5 WEG
...
§ 5 (Instandhaltung und Versicherungen) aus der Teilungserklärung:
1. Jeder Mieteigentümer hat auf seine Kosten diejenigen Gebäudeteile, Anlagen und Teile von diesen, die entweder in seinem Sondereigentum bestehen oder sich als Gemeinschaftseigentum im Bereich seines Sondereigentums befinden, ordnungsmäßig instandzuhalten bzw. instandzusetzen. Das gilt auch dann, wenn Schäden durch Dritte oder höhere Gewalt verursacht worden sind.
2. Die vorstehende Verpflichtung umfaßt insbesondere:
... c) die Versorgungs-, Entwässerungs-, Heizungs- und sonstigen Leitungen und Teile davon.

Meine Fragen:
1) Ist die Beauftragung der Handwerker rechtlich sauber? Ich hatte das zwar an den Verwalter gemeldet aber wurde damit auch gleich die relativ teuere Reparatur beauftragt, wenn ich diese bezahlen muss?
2) Muss ich die Rechnung tatsächlich selbst tragen? Kommt mir schon seltsam vor, ist zwar Gemeinschaftseigentum aber Reparatur liegt bei dem Eigentümer?



02.09.2017 | 18:01

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Es wird darauf ankommen, was Sie dem Verwalter gesagt haben. In der Regel ist eine Information an den Verwalter, daß das Ventil defekt ist, als Auftrag zu verstehen, sich dieses Mangels anzunehmen und das Problem zu beheben. Dazu darf der Verwalter dann, das ist sein Job, auch einen Handwerker beauftragen. Dies gilt um so mehr, wenn hier Gemeinschaftseigentum defekt ist.

2. Die Kostentragungspflicht in der Teilungserklärung ist nicht zu beanstanden. In der Teilungserklärung können die Kosten für die Reparatur des Heizkörpers dem jeweiligen Sondereigentümer angelastet werden - dies ist hier geschehen. Sie sollten die Rechnung also bezahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann

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