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Insolvenz trotz Immobilienbesitz?


24.10.2004 10:09 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Regine Filler



Sehr geehrte Rechtsanwälte,
ich (alleiniger Eigentümer) besitze eine Eigentumswohnung, die durch den Firmenkonkurs meines Ehemannes durch Bürgschaften meinerseits hoch belastet ist (durch Eintragen der Gläubiger im Grundbuch - Banken, Leasingfirma -). Der Rangerste - Hypothekengeber - wird von mir immer regelmäßig bedient. Zusätzlich werden monatlich von meinem Einkommen ca. 550,-- € durch Pfändung einbehalten und an den ersten danach eingetragenen Gläubiger abgeführt. Im letzten Jahr hatte der Rangletzte bereits eine Zwangsversteigerung beantragt, die jedoch scheiterte, da der Ersteigerer auch die eingetragen Summen mit hätte übernehmen müssen.
Meine Frage: Kann ich das Insolvenzverfahren beantragen, obwohl ich diese Immobilie besitze? Irgendwie muss es doch auch in diesem Falle eine Lösung geben, wie ich von diesen Schulden runter komme. Kann ich auch jetzt noch das Nießbrauchsrecht für meinen Ehemann oder meine Tochter eintragen lassen?
Vielen Dank für Ihre Auskünfte.
Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de



In Beantwortung Ihrer Anfrage teile ich Ihnen folgendes mit:


1.) Sie können auch als Eigentümerin einer Immobilie das sogenannte Verbraucherinsolvenzverfahren durchführen und die Restschuldbefreiung beantragen.

Verhalten Sie sich innerhalb der "Wohlverhaltsperiode" von 7 Jahren entsprechend dem Schuldenbereinigungsplan werden Ihnen in der Regel die verbleibenden Schulden erlassen.

Um dieses Verfahren durchzuführen sollten Sie sich an eine Schuldnerberatung oder einen Rechtsanwalt wenden.

Einen guten Einblick in die Materie verschafft Ihnen die Broschüre "Restschuldbefreiung - eine neue Chance für redliche Schuldner", die Sie kostenlos über das Bundesministerium für Justiz erhalten (herunterzuladen oder zu bestellen über die Internetseite des Ministeriums).

2.) Ein Nießbrauchsrecht für Ihren Ehemann und Ihre Kinder würde die Rechte der im Grundbuch eingetragenen Gläubiger beschneiden. Insofern kann zur Zeit keine Eintragung mit der durch Sie gewünschten Wirkung (wirksames Nießbrauchsrecht) stattfinden.


Für weiteren Fragen und juristischen Rat stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

In der Hoffnung Ihnen durch meine Auskunft geholfen zu haben, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen


(Regine Filler)
Rechtsanwältin
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