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Insolvenz bald um - Frage dazu


18.11.2008 15:49 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende nächsten Sommers sind seit meiner Regelinsolvenz als privat haftender Unternehmer genau 6 Jahre um, der Schlußtermin steht an.

Nun verhält es sich so, dass der zuständige Insolvenzverwalter das eigentliche Insolvenzverfahren noch immer nicht abgeschlossen hat. Ich befinde mich noch immer nicht in der Wohlverhaltensperiode.

Leider verstehe ich mich mit dem Insolvenzverwalter auch nicht besonders, Anfragen von mir werden einfach ignoriert, auch auf zwei anwaltliche Schreiben hat er 2007/08 nicht reagiert.

Daher möchte ich folgendes wissen:

- Wird der Schlußtermin vom Gericht automatisch anberaumt? (auch dann, wenn der Verwalter "noch nicht so weit ist"? ) Zeitnah? Oder zieht sich das noch über Monate hin?

- Muss ich beim Schlußtermin anwesend sein? Ist anwaltliche Vertretung wichtig?

- Muss ich dort den Nachweis erbringen, dass ich mich um Arbeit bemüht habe (erfolglos!) - oder erst auf Antrag eines Gläubigers?

- Aus meiner Zeit als Unternehmer sind noch einige Tausend EUR Sozialabgaben usw. aus unerlaubter Handlung offen, die von den diversen Kassen sicherlich noch eingefordert werden.
Ist hier Ihrer Erfahrung nach mit Ratenzahlung zu rechnen oder wird sofort wieder die Vollstreckung eingeleitet?

Bitte haben Sie für den geringen Einsatz ein Nachsehen, wir leben nur knapp über der Hartz4-Grenze. Für die Punkte 2-4 würde mir ein einfaches Ja/Nein reichen. Vielen Dank!
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen summarisch wie folgt beantworten:

1.) Das Gericht bestimmt den Schlusstermin u. a. zur Erörterung der Schlussrechnung und des Schlussverzeichnisses. Solange diese nicht vorliegen, macht ein Schlusstermin keinen Sinn (vergl. § 197 InsO)
2.) Sie müssen nicht anwesend sein.
3.) Sie müssen keinen Nachweis erbringen, nur die Gläubiger und der Verwalter werden zur Restschuldbefreiung angehört (§ 289 InsO).
4.) Hier gibt es unterschiedliche Ansätze, aber sicherlich können auch diese Forderungen oft in Raten getilgt werden. Sie sollten sich dann umgehend um eine vernünftige Vereinbarung bemühen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

Nachfrage vom Fragesteller 18.11.2008 | 19:32

Sehr geehrter Herr Steininger,

ich danke für Ihre Antwort, die mir in den Punkten 2-4 auch ausreicht.
Bitte konkretisieren Sie doch noch Ihre Aussage zum ersten Fragekomplex, da ist mir noch was unklar:

Gemäß § 287 InsO muss ich ja nur 6 Jahre alle pfändbaren Gelder abführen.

Mir ist nicht klar, ob der Verwalter die Insolvenz also beliebig hinaus ziehen kann, oder ich nach Ablauf von 6 Jahren auch ohne Schlusstermin wieder geschäftsfähig bin......

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.11.2008 | 20:40

Im Regelinsolvenzverfahren bestehen weitere Verwertungsrechte des Verwalters (anders als bei der vereinfachten Verbraucherinsolvenz). Diese müssen hier auch berücksichtigt werden.

Daher ist es grundsätzlich möglich, dass ein Regelinsolvenzverfahren länger als sechs Jahre dauert.

Details können aber naturgemäß nicht in diesem Forum geklärt werden, hierzu wäre eine weiter Prüfung vor Ort sinnvoll.

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