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Insolvenz


13.11.2004 13:17 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sachverhalt:
Vor 10 Jahren wurde ein Haus für 500.000 DM verkauft. Der Käufer hat dieses mit 4/5 über die Bank finanziert, 1/5 (so wurde es leider im Kaufvertrag festgehalten, versehentlich!) sollten ggü. dem Verkäufer in 10 J. fällig werden.
Die 10 Jahre sind demnächst um, der Käufer hat zwischenzeitlich Privatinsolvenz angemeldet.- ca. 40 Gläubiger auf div. Grundstücke etc.-
Der Antrag auf abgesonderte Befriedigung wurde von mir(Erbe) 09/03 gestellt, im Grundbuch bin ich ebenfalls eingetragen.
Der Verkehrwert des Grundstückes wurde nun vom AG/Gutachter auf 200.000€ festgelegt.Ich habe dem nicht widersprochen, es schien mir derzeit realistisch.
Nun will der Insolvenzverwalter das Grundstück freihändig verkaufen. Nur auf meine telef. Nachfrage fiel ihm auf, daß er vergessen hat (Grundbucheintrag übersehen), daß er sich mein Einverständnis hierzu holen muß.Er teilte mir weiter mit, daß geplant ist, 10 Grundstücke zu 40% der ursprünglichen Grundschuld zu veräußern -hier war zunächst nur von Zwangsversteigerung die Rede-
Nun bekomme ich folgenes Angebot: Man hätte einen Käufer für das in Rede stehende Haus gefunden und würde nun gerne einen freihändigen Verkauf machen und bietet mir eine "Lästigkeitsprämie" in Höhe von 1.000€ für die Löschung meiner Grundbucheintragung. Das Kaufangebot beläuft sich auf 76.ooo € und würde daher, da ich nur nachrangiger Grundpfandrechtsgläubiger bin =erstrangig die Bank, nicht zur Befriedigung meine Ansprüche führen. Man glaubt, daß bei einer möglichen Zwangsversteigerung ein geringer Wert erzielt werden würde...
Frage:
a) Ich vermute irgendwie, daß das Kaufangebot von der Bank (1.Gläubiger)kommt. Das Kaufangebot entspricht ja auch zufällig fast 40 % des Verkehrswertes. Macht es Sinn, zumindest ein Gegenangebot/ Forderung in Höhe von 1/5 des Kaufangebotes zu machen, das würde zumindest ein wenig entschädigen und entspräche meinem Anteil. Aussicht auf Erfolg?
b) Angebot ablehnen und Zwangsversteigerung abwarten?
Fühle mich hier etwas beschubst? Ist das alles so üblich?
Für einen Tip wäre ich dankbar!
13.11.2004 | 13:47

Antwort

von


4 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

die Vermutung, dass sich die Bank günstig in den Besitz der von ihr finanzierten Immobilie bringen will, liegt nahe. Wenn ein freihändiger Verkauf in Rede steht, gibt es allerdings keinen Grund, den potenziellen Käufer geheim zu halten. Wenn der nicht genannt werden will, ist das schon verdächtig, da es sich sehr wahrscheinlich um ein Spekulationspbjekt handeln wird.

Die angedachte Taktik mit dem Gegenangebot ist nicht empfehlenswert, wenn Sie die sich daraus möglicherweise ergebenden Konsequenzen - nämlich den tatsächlichen Erwerb des Objektes - nicht tragen können oder wollen.

Das Abwarten der Zwangsversteigerung ist andererseits auch nicht unbedingt ratsam; die Banken warten einfach den ersten und zweiten Zwangsversteigerungstermin ab, wenn es keine Interessenten gibt, die das Mindestgebot abgeben. Im dritten Termin sind dann nicht nur bereits erhebliche, den Versteigerungserlös belastende Kosten aufgelaufen, das Mindestgebot sinkt dann drastisch und die Bank wird aufgrund ihrer erstrangigen Eintragung bevorzugt befriedigt. Im Ergebnis könnten Sie auf diese Weise ganz leer ausgehen.

Es stellt sich also eigentlich nur die Frage, ob Sie für 1.000,-- € auf die theoretische Chance verzichten wollen, dass sich das Objekt doch noch gut verkauft oder Sie sich selbst damit ein Spekulationsobjekt schaffen können.
Diese Entscheidung müssen Sie indes leider alleine treffen, da sie nicht rechtlicher, sondern wirtschaftlicher Natur ist.


Mit freundlichem Gruß

Rüdiger Kuhn, Rechtsanwalt


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