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Inkassoschrieben nach Restschuldbefreiung.


| 20.03.2017 12:31 |
Preis: 35,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Ich habe heute ein Inkassoschrieben erhalten mit eine Forderung von bevor meine Insolvenz (Regelinsolvenz). Ich habe ende Februar 2017 meine Restshuldbefreiung erhalten.

Nach meine Meinung ist diese Forderung unzulässig, da diese aus der Zeit vor der Insolvenz ist, und auch in der InSo-Tabelle vorhanden ist.

Meine Frage;
Was soll ich der Inkassofirma schrieben? Ich würde einfach eine Kopie meine RSB an die Inkassofirma schicken, und darauf aufmerksam machen, das diese Forderung nicht mehr "gültig" ist.

Kann mir ein Anwalt ein paar Tips für das Schrieben geben. Eventuell ein par Setzte vorgeben.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Die Restschuldbefreiung bezieht sich nach § 301 Abs. 1 InsO auf Forderungen aller Insolvenzgläubiger, also wenn die Forderung wie hier schon im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens existiert hat. Allerdings erlischt die Forderung nicht, sie wandelt sich nur in eine sog. Naturalobligation um, die Sie zwar freiwillig erfüllen können, aber nicht vom Gläubiger durch Vollstreckungsmaßnahmen eingetrieben werden kann.

Sie sehen also, dass die Forderung nicht unzulässig oder „ungültig" ist – wenn Sie nicht bezahlen wollen, können Sie dem Gläubiger entweder mitteilen, dass Sie infolge der Restschuldbefreiung die Forderung nicht erfüllen werden oder ihn schlicht ignorieren.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.03.2017 | 13:40

Sehr Geehrter Herr Böhler,

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Es besteht auch keine Gefahr, das ich auf die Inkasso kosten sitzen bliebe ?

Ich würde die Inkassofirma (Tesch Inkasso) anschrieben, und die RSB mitschicken und die Mitteilung das die Forderung nach § 301 Abs. 1 InsO nicht mehr Vollstreckbar ist. Korrekt ?

Kann ich die Titel von den Gläubiger ausgehändigt bekommen? Und sollte ich auch den Gläubiger direkt anschreiben (wie die Inkassofirma) ?

Vielen Dank nochmals.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.03.2017 | 13:48

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Ihren Angaben zufolge sind weder die Hauptforderung noch die auf dieser basierenden Inkassokosten einforderbar.

Schreiben Sie einfach, dass Sie infolge der RSB die Forderung nicht mehr erfüllen werden und sich weitere Aufforderungen in dieser Sache erübrigen.

SIe haben keinen Anspruch darauf, die Titel zu erhalten, weshalb Sie zum Gläubiger keinen Kotankt aufnehmen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.03.2017 | 13:53


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