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Inkasso Büro / Maxdome


27.12.2014 15:07 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi



Hallo

Ich hatte im September vergessen mein Abo bei Maxdome zu bezahlen, hatte mich auch auch weiter nicht drum gekümmert weil der nächste Monatsbetrag auch wieder abgebucht worden ist.

Am 28.11.2014 habe ich dann Post vom Inkasso Unternehmen BFS risk & collection GmbH bekommen die da eine Forderung in höhe von 62,03 Euro haben.
Ich habe auf die Briefe vom Inkasso Unternehmen nicht reagiert und auch nix bezahlt weil ich die Forderungen einfach unverschämt finde ..
Habe nur die 7,99 an Maxdome direkt überwiesen ..
Bekomme jetzt jeder Woche irgendwelche Mahn- und Ratenangebote von BFS risk & collection. Seid 22.12.2014 soll die Einigungsvergütung sich schon auf 154,05 belaufen..

Was und wie verhalte ich mich am besten ? Muss ich die Mahngebühren bezahlen ?

Vielen dank schon mal im Voraus

Lars.Brandenburg

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt, dass Sie durch die vergessene Zahlung im September für diesen Monat im Zahlungsverzug sind. Bei einem bestehendem Zahlungsverzug kann der Gläubiger in der Regel die Kosten eines Inkassobüros erstattet verlangen. Die Kosten des Inkassobüros hängen von der Hauptforderung ab und dürfen nicht die Kosten, die für die Beauftragung eines Rechtsanwalts angefallen wären, übersteigen. Betrug die berechtigte Forderung also 7,99 EUR wären Inkassokosten in Höhe bis zu 70,20 EUR grundsätzlich erstattungsfähig und könnten von Ihnen verlangt werden. Ebenfalls können ggf. Mahngebühren bis max. 10,00 EUR und Verzugszinsen als Verzugsschaden gefordert werden.

Insofern hätten Sie, wenn die Kosten in dem oben beschriebenen Kostenrahmen liegen, die Mahn- und Inkassokosten als Verzugsschaden zahlen müssen.

Da Sie nur die Hauptforderung gezahlt haben, ist es nicht erstaunlich, dass die restlichen Kosten weiterhin von Ihnen verlangt und gemahnt werden. Dadurch können zusätzliche Mahnkosten und ggf. Verzugszinsen anfallen. Wenn eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen wird, kann das Inkassobüro eine Einigungsgebühr verlangen. Diese Einigungsgebühr kann bei einer Hauptforderung von 7,99 EUR bis zu 67,50 EUR betragen, wobei diese Kosten in der Regel nur dann anfallen und gezahlt werden müssen, wenn tatsächlich eine Ratenzahlung vereinbart oder eine andere Einigung getroffen wird.

Wie sich die nunmehr geltend gemachte Forderung zusammensetzt und inwieweit sie berechtigt ist, kann ohne Einsicht in die Unterlagen nicht abschließend beurteilt werden. Sofern sich aus dem Schreiben nicht ergibt, wie sich die Forderung zusammensetzt (Zinsen, Mahngebühren, Inkassokosten, Hauptforderung usw.) sollten Sie eine aktuelle Forderungsaufstellung bei dem Inkassobüro anfordern und anschließend die Forderung anhand der Aufstellung prüfen.

Soweit die Forderung berechtigt ist, sollten Sie die Zahlung leisten. Wäre die Forderung ganz oder teilweise unberechtigt, sollten Sie die Forderung ausdrücklich zurückweisen. Nach derzeitiger Einschätzung gehe ich aufgrund Ihrer Angaben davon aus, dass jedoch zumindest die Mahn- und Inkassokosten aus dem Schreiben vom 28.11.2014 ggf. zzgl. weiterer Zinsen von Ihnen zu zahlen sind.

Wenn Sie die berechtigten Mahn- und Inkassokosten nicht zahlen würden, ist davon auszugehen, dass gegen Sie gerichtliche Schritte, wahrscheinlich das gerichtliche Mahnverfahren, eingeleitet werden.

Sie sollten daher die Schreiben des Inkassobüros unbedingt ernst nehmen. Prüfen Sie die Forderung und zahlen Sie diese, soweit sie berechtigt ist. Sofern Sie nicht die gesamte Forderung zahlen, sollten Sie dem Inkassobüro mitteilen, warum Sie einen Teil der Forderung zurückweisen. Dann müssen Sie allerdings damit rechnen, dass der Restbetrag weiterhin gegen Sie geltend gemacht wird.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen damit beantworten konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin







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