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13.11.2008 17:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

am 23.10.08 fand vor dem Amtsgericht die Verhandlung meines Unterhaltsanspruchs statt. Ich, die Beklagte, konnte wegen Krankheit (Bescheinigung lag vor) nicht an der Verhandlung teilnehmen.
Mein prozessbevollmächtigter Anwalt reichte die Klageerwiederung am 20.10.08 ein. Die Klägervertreterin beantragte den Erlass eines Versäumnisurteils.
Die Verkündigung einer Entscheidung des Gerichts wurde auf 7.11.08 festgelegt.
Am 31.10.08 hatte ich einen Termin bei meinem Anwalt, um den Einspruch zu besprechen.
Bis heute, habe ich keine Kopie des Einspruchs, den mein Anwalt (vermutlich) bei Gericht eingelegt hat, noch einen Gerichtsbescheid.

Meine Fragen: Ist mein Anwalt verpflichtet, mich zeitnah und lückenlos zu informieren?
Besteht die Möglichkeit meinerseits, ihm, da das Vertrauensverhältnis erheblich gestört ist, das Mandat zu entziehen und wozu würden Sie mir raten?
Sehr geehrte Ratsuchende,

die Pflicht zur umfassenden und zeitnahen Unterrichtung des Mandanten besteht, so dass eine Verzögerung eigentlich nur am Arbeitsanfall des bearbeiteten Kollegen liegen kann.

Wenn die Entscheidung des Gerichtes aber am 07.11.2008 erfolgen sollte, ist es durchaus möglich, dass sie dem Kollegen selbst noch gar nicht vorliegt, da nach der Verkündung die Entscheidung seitens des Gerichtes erst noch an den Anwalt geschickt werden muss.

Das kann erfahrungsgemäß Tage bis Wochen dauern, da die Geschäftsstelle des Amtsgerichts die Entscheidung eben nicht immer am gleichen Tag abschickt. Die Verzögerung muss also nicht unbedingt am Anwalt liegen.

Bevor Sie nun übereilte Schritte einleiten, sollten Sie daher vorab erst einmal mit dem Kollegen sprechen.

Ist das Vertrauensverhältnis gestört, können Sie ihm natürlich das Mandat entziehen, wobei ich aber zu bedenken geben, dass Sie seine Leistungen dann trotzdem zu vergüten haben.

Beauftragen Sie dann einen zweiten Anwalt, steht auch diesem ein Vergütungsanspruch zu. Sie müssen dann also vielleicht zweimal zahlen.

Eine Abschrift der Klageerwiderung hätten Sie aber daneben eigentlich schon haben müssen. Warum es vielleicht zu einem Postverlust oder einer Verzögerung gekommen ist, lässt sich aus der Entfernung nicht feststellen. Auch hierzu sollten Sie zunächst nachfragen.


Ich rate Ihnen also dazu, zunächst das Gespräch mit dem Kollegen zu suchen und auch um Aushändigung der Schriftstücke zu bitten.

Sollten sich die Fragen dann immer noch nicht zu Ihrer Zufriedenheit klären, sollten Sie dann, aber auch erst dann, ihm das Mandat entziehen und einen weiteren Kollegen beauftragen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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