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Industriemeisterprüfung IHK Basisqualifikation


03.06.2017 22:20 |
Preis: 53,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg



Hallo,

am 08.05.2017 und am 09.05.2017 fand die bundeseinheitliche Prüfung der Basisqualifikation des Industriemeister statt.

Im Fach "Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten" kam es zu einigen Unregelmäßigkeiten.

Es kamen dort 2 Aufgaben vor, die nicht vom Rahmenplan abgedeckt sind. Nachdem sich viele Prüflinge beschwert haben hat die DIHK die Aufgaben angeblich überprüfen lassen und kam zu dem Ergebnis, dass die Aufgaben mit dem Rahmenlehrplan konform sind.

Jetzt war es aber so, dass bei der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid während der Prüfung eine der beiden fragwürdigen Aufgaben von der Prüfungsaufsicht gestrichen wurde. Die Prüfungsaufsicht ist auch gleichzeitig im Prüfungsausschuss der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid.

Auf Grund dessen hatten wir als Prüflinge der anderen IHKs die Hoffnung, dass die Aufgabe jetzt bundesweit gestrichen wird, weil die Prüfung ja bundeseinheitlich ist. Die IHKs lassen aber nur verlauten, dass jede IHK für sich autark ist und dass die einzelnen IHKs einen gewissen Entscheidungsspielraum haben und dieser keinen Einfluss auf die bundesweite Prüfung hat.


Für viele Prüflinge ist das schwer vorstellbar. Auf der einen Seite soll die IHK Prüfung bundeseinheitlich sein und auf der anderen Seite kann jede IHK machen was sie will?

Deshalb wollte ich mich mal bei Ihnen beraten lassen.

Ist das, was die IHKs behaupten, korrekt und wie sehen die Chancen bei einer Klage aus, wenn die IHKs nicht einlenken und man sein Recht vor Gericht durchsetzen möchte?

Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe

Mit freundlichen Grüßen
Anonym

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider ist in der Tat nach meiner ersten Meinung das eine Verhalten der einen IHK nicht unbedingt ausschlaggebend für die bundesweiten Prüfungen.
Insofern ist der IHK durchaus ein eigener Spielraum zuzubilligen.
Es wäre aber jedenfalls prüfenswert, ob dieses einzelne Verhalten der IHK rechtskonform war und nicht gegebenenfalls anfechtbar ist. Denn wenn dieses während der Prüfung geschehen ist, könnte man die gesamte Einzelprüfung, die jedenfalls von dieser IHK stattgefunden hat infragestellen.

Letztlich kann aber auch das einzelne Fehlverhalten der einen IHK, sofern es denn überhaupt vorliegt, was eben zu prüfen wäre, nicht dazu führen, dass auch bundesweit dann alles sofort geändert werden müsste. Dies wäre dann erst im Einzelnen zu bewerten. Es stellt sich also die Frage, ob die Prüfungsausgaben zurecht gestrichen worden sind und wenn das so zu bejahen wäre, ob es dann auch bundeseinheitlich erfolgen müsste, was aber nicht eine IHK entscheiden kann.

Vor diesem Hintergrund wäre es aber durchaus sinnvoll, bei dem Bundesdachverband oder einer ähnlichen Stelle aller IHKs diesbezüglich anzufragen, was die Streichung der beiden Prüfungsaufgaben, die fragwürdig waren, betrifft.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 03.06.2017 | 23:05

Hallo,


danke für Ihre schnelle Antwort.
bei der DIHK habe ich schon nachgefragt. Die wiederum hat das mit der DIHK Bildungs GmbH geklärt und die Aufgaben für korrekt befunden.

Das muss natürlich noch lange nicht bedeuten, dass die Aufgaben auch wirklich korrekt sind.

Nur wie kann man das prüfen lassen? Gibt es unabhängige Gutachter, die das kontrollieren und bewerten können? Sowohl die DIHK als auch die DIHK Bildungs GmbH sagen, dass die Aufgaben korrekt sind. Eine übergeordnete Instanz gibt es nicht. Aber irgendwie muss es ja möglich sein die Aufgaben überprüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.06.2017 | 14:12

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:
Sie können das mittels des Rechtsmittels des Widerspruches außergerichtlich und dann gerichtlich vor dem Verwaltungsgericht im Rahmen einer Klage (jeweils Monatsfrist für die Einlegung des Rechtsmittels) überprüfen lassen.
Das geht am besten auf breiter Front durch eine Vielzahl von Prüflingen und am besten mit anwaltlicher Hilfe. Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 03.06.2017 | 22:55

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Ergänzung noch:
Es wäre sich dorthin zu wenden, an die Stelle, die die bundeseinheitlichen Prüfungen veranlasst hat. Denn ein Dachverband o. Ä. habe ich nicht finden können.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt
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