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Immobilienkauf: Haftung staatlich beeideter Ziviltechniker 'Gefälligkeitsgutachten'


13.11.2014 18:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mir dieses Jahr eine sanierte und neu ausgebaute Dachgeschoßwohnung in einem Altbau gekauft. Der Bauzustand der Immobilie ergibt sich aus einem Gutachten eines staatlich beeideten Ziviltechnikers und wurde zum Zwecke der Immobilienveräußerung erstellt.
Dieser hält fest, dass "der Gesamtzustand der Wohnung der Befundaufnahme in einem ordentlichen Gesamtzustand, ohne allfällige Baumängeln und weiteren Reparaturbedarf befindet."
Das Gutachten war auch Vertragsbestandteil des Kaufvertrages.

Leider hat sich mittlerweile herausgestellt, dass die Immobilie so schadhaft ist, dass Reparaturen von rund EUR 100.000,- zu tragen kämen.
Der Bauträger hat meine Mängelliste, die eines privaten Sachverständigen anerkannt und zwecks Abwehr einer gerichtlichen Auseinandersetzung einer Rückabwicklung zugestimmt.
Dies allerdings mit gröberen finanziellen Einbußen auch für mich. Ich bleibe auf den Kosten der Kreditfinanzierung, Sachverständigenkosten und Ausgaben für die Schlüsselfertigstellung sitzen.
Somit habe ich der Rückabwicklung nach reiflicher Überlegung zugestimmt, da ich dem unseriösen Bauträger andererseits die Mangelbehebung nicht zutraue (aus diversen mir bekannten Gründen, die ich um mich möglichst kurz zu halten hier nicht anführen möchte.) und auch für mich nicht ersichtlich war, welche weiteren noch unentdeckten, versteckten Mängel noch zu tragen kämen.


Inwieweit haftet der Gutachter mir gegenüber, da es sich dabei allen Anschein nach um ein Gefälligkeitsgutachten handelt. Der Ziviltechniker hat sein Büro beim Bauträger, somit gehe ich davon aus, dass sich beide besser kennen. Es handelt sich hierbei um offensichtliche aber auch versteckte Mängel.
Besteht hier noch die Möglichkeit den Gutachter nachträglich auf Schadenersatz zu belangen?

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Besteht hier noch die Möglichkeit den Gutachter nachträglich auf Schadenersatz zu belangen?"



Das ist grundsätzlich möglich und ist vor Ort unter Prüfung der maßgeblichen Unterlagen - insbesondere des Rückabwicklungsvertrags mit dem Bauträger - gesondert von einem Anwalt in Österreich zu prüfen, ob ein derartiger Anspruch sich angesichts der Faktenlage für Sie erfolgversprechend begründen lassen wird.

Ein Anspruch gegen den Ziviltechniker kann sich nach Ihrer Schilderung aus der sog. Sachverständigenhaftung ergeben.

Diese ist in Ihrem Land in den §§ 1295 ff ABGB (Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch) normiert.

Den Gesetzestext finden Sie unter : http://tinyurl.com/m9em38c



Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gerne auch für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit zur Verfügung. Klicken Sie dazu auf mein Profilbild, um meine Kontaktdaten einsehen zu können.






Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-


Nachfrage vom Fragesteller 18.11.2014 | 19:08

Vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Mir war es wichtig hier noch von einem zweiten Anwalt zu Rate zu ziehen.

Folgender Passus stand noch im Sideletter, welche ebenfalls unterzeichnet wurde. Allerdings betrifft dies den Bauträger mit dem Vertrag abgeschlossen wurde und nicht den Ziviltechniker.

"Sämtliche wechselseitigen Vereinbarungen und Ansprüche sind durch die Vereinbarung vollständig dargestellt und allfällige darüber hinausgehende wechselseitige Ansprüche gelten ausdrücklich
als bereinigt und erledigt, so dass wechselseitig keine weiteren Forderungen mehr bestehen."

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.11.2014 | 19:53

Nachfrage 1:
"Allerdings betrifft dies den Bauträger mit dem Vertrag abgeschlossen wurde und nicht den Ziviltechniker."


Das sehen Sie richtig.

Daher würde sich nun die Frage stellen, ob gegen den Ziviltechniker ein Direktanspruch möglich ist oder dieser durch sein Verhältnis zu dem bauträger von dieser Vereinbarung miterfasst ist.

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